Alpenveilchen Pflege Tipps und Wissenswertes über den winterharten Herbstblüher

Emma Wolf / Oktober 16 2021

Alpenveilchen oder Zyklamen, botanisch Cyclamen genannt, ist eine relativ kleine Pflanzengattung mit nur etwa 23 Arten, dafür aber mit zahlreichen kultivierten Sorten und Hybriden. Alle Arten und Unterarten unterscheiden sich in ihrer regionalen Herkunft, somit auch in ihren Blütezeiten und Pflegeanforderungen. Daher möchten wir unseren heutigen Artikel der Art Cyclamen hederifolium widmen, bei uns besser als Herbst-Alpenveilchen oder Efeublättriges Alpenveilchen bekannt. Hier erhalten Sie wertvolle Informationen rund um die Alpenveilchen Pflege, sowie wissenswerte Fakten über diese erstaunlichen Zierpflanzen.

Alpenveilchen Pflege ist sehr unproblematisch, auch für Hobbygärtner

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Diese Zierpflanze breitet sich sehr schnell aus und schafft innerhalb von Jahren ganze Blütenmeere im Wald

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Interessante Fakten und Wissenswertes über das Herbst-Alpenveilchen

Vielen Menschen ist es nicht bewusst, dass unter dem Begriff Alpenveilchen nicht eine einzige Pflanze gemeint ist. Trotz ihres ähnlichen Aussehens sind die Zyklamen, die wir im Frühling auf den Blumenmärkten finden können, und die, die wir im Herbst sehen, ganz unterschiedliche Arten.

Eine weitere häufige Fehlvorstellung, die viele Hobbygärtner besonders in Sachen Pflegebedingungen täuschen kann, ist die deutsche Benennung. Trotz der Bezeichnung Alpenveilchen kommt in den Alpen nur eine einzige Art wild vor, und das ist das Europäische Alpenveilchen.

Das Efeublättrige Alpenveilchen kommt in zahlreichen hübschen Farben vor

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Das Herbst-Alpenveilchen, worauf wir uns in den nächsten Zeilen fokussieren möchten, ist leicht an einigen chrakteristischen Eigenschaften zu erkennen, die andere Zyklamen nicht aufweisen. Einerseits kann der Name als Leitfaden dienen – Efeublättriges Alpenveilchen. Das Laub dieser mehrjährigen Zierpflanze kann in der Tat dem eines Goldheart Efeus stark ähneln. Andererseits haben wir bereits festgestellt, dass Benennungen irreführend sein können. Die Blattformen dieser Zyklamen können nämlich überraschenderweise stark voneinander variieren und somit herz-, spießförmig oder gezackt aus der Erde wachsen.

Ein Bestimmungsfaktor, der Sie niemals täuschen wird, ist, dass das Herbst-Alpenveilchen ähnlich der Magnolien zuerst seine Blüten bildet. Bei richtiger Pflege können Gärtner dann vom August bis zum November eine süß duftende Blütenpracht erwarten. Die zarte Farbpalette aus verschiedenen Rosa-, Lila- und Rottönen, gelegentlich auch Weiß, erfreut das Auge und lädt die letzten Bestäuber der Saison in den Garten ein. Kurz nach der Blüte treiben auch die ersten Laubblätter schon aus, die dann durch den Wintermonaten und bis in den Frühling Ihre Gartenbeete schmücken.

Schneeweiß mit einem zarten lila Fleck im unteren Teil

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Vorsicht: Alpenveilchen sind für Menschen und Haustiere giftig

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Standort und Temperatur

Die Herkunft bestimmt in der Regel die angemessene Alpenveilchen Pflege. In diesem Fall sind es die bewaldeten, buschigen und felsigen Regionen des nördlichen Mittelmeerraums. Die wichtigste Schlussfolgerung daraus ist, dass diese Zierpflanze nicht allzu viel Sonne, Wärme und Platz zum Wachsen benötigt.

Im Vergleich zu vielen anderen Arten von Alpenveilchen ist das Cyclamen hederifolium extrem pflegeleicht und auch vielseitig einsetzbar. Es gedeiht sowohl im Garten als auch im Topf auf dem Balkon oder im Wohnzimmer. Im Halbschatten und bei relativ niedrigen Temperaturen zwischen 12 und 18 Grad fühlt sich das Herbst-Alpenveilchen am wohlsten. Winterkälte bis zu -25 Grad macht ihm ebenfalls nichts aus, also müssen Sie sich ums Überleben dieser Zierpflanzen im Freien keinerlei Sorgen machen.

Frost und Kälte sind für diese Gartenpflanze kein Problem

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Herbst-Alpenveilchen machen auch in einem Topf eine gute Figur

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Wasser und Dünger

Die meisten Herbstblüher im Garten erhalten ihre nötigen Wassermengen von den herbstlichen Regenfällen. Falls Sie Ihr Herbst-Alpenveilchen allerdings in einem Kübel züchten, dann sollten zwischen Wassergaben die obersten 2-3 cm Erde immer gut trocknen. Werfen Sie zudem noch überschüssiges Wasser aus der Schale weg, um Wurzelfäule oder Pilzkrankheiten zu vermeiden.

Die benötigten Düngermengen hängen stark vom Boden ab. Falls das Substrat relativ nährstoffarm ist, können Sie Ihr Herbst-Alpenveilchen entweder einmal im Monat mit flüssigem Blühpflanzendünger oder einmal im Jahr mit organischem Kompost oder Laubhumus füttern.

Sobald die Pflanze dann im Frühjahr ihr Laub abwirft und beginnt, ihren Schönheitsschlaf bis zum Herbst zu halten, benötigt sie deutlich weniger Wasser und Nährstoffe. Gießen Sie dann nur soviel, dass das Substrat nich vollständig austrocknet.

Es ist nicht immer einfach, die verschiedenen Alpenveilchen Arten zu unterscheiden

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Boden und Vermehrung

Sie können Herbst-Alpenveilchen entweder im Frühling oder Frühherbst im Gartenbeet oder Topf pflanzen. Diese Zierpflanzen bevorzugen dabei einen gut durchlässigen, humusreichen, lehmigen Boden mit einem hohen Sandanteil und Kalkgehalt.

Diese empfindlichen Zierpflanzen mögen es eigentlich nicht, aus der Erde gegraben zu werden. Sie haben dafür aber schlaue Vermehrungsstrategien entwickelt und können sich somit überraschend schnell selber ausbreiten. Alpenveilchen bilden kartoffelähnliche unterirdische Knollen, aus deren Oberseite die Blüten und Blätter treiben. Jede bestäubte Blüte bildet im Spätherbst eine Kapselfrucht, die die aufgerollten Stiele dann langsam in den Boden versenken und daraus Tochterknollen bilden. Wenn Sie möchten, können Sie die Kapselfrüchte einsammeln, sobald sie die Erde berühren und durch Aussaat vermehren.

Jede Kapselfrucht enthält mehrere Samen, die dann langsam Knollen bilden

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Ausgewachsene Knollen können dann ganz schön groß werden

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Alpenveilchen Pflege ist sehr unkompliziert und belohnt Ihre Mühe Jahr für Jahr mit beeindruckender Blütenpracht. Sie müssen kein Gartenprofi sein, um sich der Schönheit dieser Zierpflanzen zu erfreuen.

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