7 alte Getreidesorten, die schmackhaft und gesund sind!

Augustine Schatzenberger / Februar 05 2021

Urkorn ist definitiv auf dem Vormarsch. Alte Getreidesorten werden immer populärer und beliebter und das absolut zu Recht. Denn diese sind nicht nur viel schmackhafter, sondern auch viel gesünder als modernes Getreide. Diese Tatsache wurde schon seit einiger Zeit vermutet, aber sie ist schon durch zahlreiche Studien aus unterschiedlichen Instanzen wissenschaftlich bewiesen. Was genau die guten alten Ähren vom konventionellen Getreide unterscheidet und welche 7 historischen Urkorn-Sorten Sie in Ihr Tagesmenü einplanen sollten, erfahren Sie heute bei uns.

Alte Getreidesorten sind echte Gesundheitskammern

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Warum sind alte Getreidesorten so im Kommen?

Zugegeben, Menschen mit Zöliakie oder Weizenallergie sollten auch auf diese urigen Getreidesorten womöglich verzichten oder zumindest sich gründlich vom Arzt beraten lassen. Wenn man aber an einer Glutenunverträglichkeit leidet, könnten einige dieser Getreidesorten in Maßen schon genossen werden. Denn verglichen mit den modernen Getreidesorten enthalten die alten viel weniger Gluten und manche, wie zum Beispiel Urhirse, sogar gar keines.

Alte Getreidesorten sind vor allem sehr vorteilhaft für die Herzgesundheit. Beim regelmäßigen Verzehr von Brot, Pasta oder Brei mit diesem Getreide könnten der Cholesterinspiegel sowie die Blutzuckerwerte bedeutend und nachhaltig senken. Damit werden Blutgefäße und Herz geschont und für einen potenziellen Schutz vor Schlaganfällen und Infarkten gesorgt.

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Außerdem enthalten alte Getreidesorten eine beträchtliche Menge an fettlöslichen Antioxidantien, die entzündungshemmend im Körper wirken und gleichzeitig die Zellen vor den schädlichen, freien Radikalen schützen. Mineralstoffe wie Eisen, Kalium und Magnesium sowie die Vitamine B und E sind weitere wertvolle Inhaltsstoffe, welche die vielen gesundheitlichen Vorteile des Urgetreides erklären.

Und jetzt nehmen wir jede dieser sieben alten Getreidesorten unter die Lupe!

Einkorn

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Einkornweizen ist bekanntlich die älteste Getreidesorte überhaupt. Sie wurde zum ersten Mal vermutlich um 10.000 v. Chr. im Gebiet zwischen den Flüssen Tigris und Euphrat angebaut. Das Geheimnis ihrer charakteristischen goldgelben Farbe liegt im hohen Gehalt an Carotinoiden wie Lutein. Diese Vitalstoffe sind besonders wichtig für die Förderung der Sehkraft sowie der Hautgesundheit. Obwohl Einkorn nicht so ertragreich wie konventionelles Getreide ist, punktet er mit Robustheit und einem vorzüglichen Geschmack. Daraus lassen sich nicht nur gesunde Brote und leckeres Gebäck zubereiten, sondern auch Pasta, Suppen oder Müsli.

Emmer (Farro)

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Dieses wertvolle Urgetreide gehört ebenso zu den historischen Weizensorten. Es war schon um 8.000 vor Chr. in Mesopotamien bekannt. Die alten Griechen und Ägypter sowie die Römer nutzten den Emmer, auch Farro genannt, als wichtiges Grundnahrungsmittel. Diese Getreidesorte ist nämlich reich an pflanzlichem Eiweiß und vielen Mineralstoffen. Außerdem ist sie viel verträglicher bei Glutenintoleranz, verglichen mit dem modernen Weizen. Das liegt vor allem daran, dass das Gluten darin eine ganz andere Zusammensetzung hat und vom menschlichen Körper viel besser verwertbar ist.

Urdinkel

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Ebenso ziemlich reich an Eiweiß und vielen Mineralstoffen ist auch der Urdinkel. Obwohl diese Getreidesorte glutenhaltig ist, wird diese als gut verträglich bezeichnet. Das wertvolle Protein und der hohe Zinkgehalt macht sie zu einem wichtigen Teil einer gesunden Ernährung, wie schon Hildegard von Bingen (1098-1179) behauptete. Urdinkel hat einen angenehmen nussigen Geschmack und ist eine hervorragende Weizenalternative. Eine der beliebtesten Sorten hier in Deutschland ist der schwäbische Bauländer Spelz.

Urgerste

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Diese alte Getreidesorte war am populärsten um 3.000 v. Chr. und hat sich schon damals als Alternative für Emmer und Einkorn schnell durchgesetzt. Gerste enthält ebenso viele gesunde Nähstoffe, hat aber weniger Gluten. Sie wurde deswegen lange Zeit hauptsächlich als Futter für die Nutztiere sowie als Bestandteil von Bier, Malzkaffee und Spirituosen verwendet. Zurzeit liegt aber Urgerste wieder im Trend und wird von vielen Fitness-Fans sowie Köchen als gesunde, kulinarische Inspiration empfunden.

Urroggen (Waldstaudkorn)

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Gleichzeitig würzig und süßlich im Geschmack ist Urroggen eine weniger bekannte alte Getreidesorte. Nichtsdestotrotz ist sie aber schon eine beliebte Zutat von Lebkuchen und wird von manchen Bäckern für duftende Brote oder anderes Gebäck verwendet. Zum ersten Mal hat man Urroggen im Vorderen Orient um 8.000 v. Chr. angebaut. Hierzulande wird das Getreide oft Waldstaudkorn gennant.

Teff (Zwerghirse)

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Auch als Zwerghirse bekannt, ist dieses Urgetreide wie auch alle anderen Hirsesorten absolut glutenfrei. Allerdings sollte man dieses im rohen Zustand lieber nicht essen, denn Teff enthält viele Tannine. Diese können nämlich beim Verzehr von roher Hirse in manchen Fällen zu Verdauungsschwierigkeiten führen. Die größten Anbaugebiete für Teff befinden sich in Ostafrika, vor allem in Äthiopien. Die Urhirse eignet sich perfekt für Brei und Grieß sowie auch für leckere orientalische Fladenbrote.

Khorasan-Weizen (Kamut®)

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Nicht umsonst auch Kamut® „Seele der Erde“ genannt, ist Khorasan eine mehr als 6.000 Jahre alte Getreidesorte. Als ihre vermutliche Heimat gilt Ägypten. Dieses Urgetreide enthält 30% – 40% mehr Eiweiß und Mineralstoffe als Weizen und hat einen unverwechselbaren nussig-buttrigen Geschmack. Es wird vermutet, dass Khorasan als eine natürliche Weizenkreuzung entstanden ist. Seine Ähren und Körner sind spürbar größer als diese des Weizens und eignen sich deswegen perfekt auch als Beilage oder in Eintöpfen anstatt von Reis.

Khorasan ist eine bemerkenswerte Urgetreidesorte, die sich fast mythisch anhört

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Lassen Sie sich diese faszinierenden alten Getreidesorten nicht entgehen. Setzen Sie auf gute Bio-Qualität und profitieren Sie von deren zahlreichen Vitalstoffen, die ein gesundes Plus für Körper und Seele sind!

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