Orchideen düngen – clevere Tipps, wie Sie die Exotin richtig pflegen

Julia Steinhof / Mai 12 2022

Die Orchidee wird zu Recht die „Königin der Zimmerpflanzen“ genannt. Diese hat die Herzen der meisten Blumenfreunde weltweit erobert und sich als die beliebteste Topfpflanze für zu Hause etabliert. Die Blume bringt viel Eleganz und exotisches Flair mit und verwandelt sich in einen echten Hingucker im Raum. Egal ob sie auf dem Ess-oder Kaffeetisch im Wohnzimmer steht, die Fensterbank ziert oder einen besonderen Platz im Bad hat. Wie man richtig diese Exotin pflegt haben wir bereits in anderen Artikeln berichtet. Es steht doch fest – damit Sie sich täglich über ihre prächtigen Blüten freuen, müssen Sie das A und O der Orchideenpflege kennen. Ein wichtiger Aspekt davon ist zweifellos das Düngen der schönen Zimmerpflanzen. Wissen Sie übrigens, wann und womit man die Orchideen düngen muss? Wenn Sie sich überfragt fühlen, dann bleiben Sie dabei um etwas mehr darüber zu erfahren! Orchideen düngen steht heute im Fokus unserer Aufmerksamkeit!

 Orchideen düngen darf nicht unterschätzt werden!

Orchideen düngen zwei Topforchideen auf einem Holztisch viele Zimmerpflanzen heller Standort

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Das richtige Düngen ist Teil der Orchideenpflege und trägt zu mehr Blüten bei.

Orchideen düngen richtiges Düngemittel führt zu neuen Blüten versorgt die Pflanze mit Nährstoffen

Allgemeines über die Orchideen

Laut Floristen gibt es weltweit über 30 000 Orchideenarten. Die populärste Art ist die Schmetterlingsorchidee (Phalaenopsis), auch Nachtfalter-Orchidee genannt. Der Name deutet auf die schönen Blütenblätter an, die durch ihre einzigartige Form auffallen. Diese natürliche Schönheit beeindruckt uns noch mit ihren zahlreichen Farben der Blüten, die viel Eleganz ausstrahlen. Damit ist die Orchidee nur noch ein Beweis dafür, dass die Natur der größte Künstler ist. Ursprünglich kommen die Orchideen aus den Regenwäldern in Südostasien, wo sie als Epiphyten (Aufsitzerpflanzen) auf der Oberfläche anderer Pflanzen oder auf der Rinde der Bäume wachsen. Sie haben Luftwurzeln entwickelt, die ihnen ein Leben fernab der Erde ermöglichen. Diese Besonderheiten haben die schönen Exoten auch als Topfpflanzen aufbewahrt. Sie haben einen langsamen Stoffwechsel und brauchen wenig Nährstoffe. Diese nehmen sie über ihre Wurzeloberfläche direkt aus dem Wasser ihrer Umgebung auf. Deshalb sind die Orchideen ideal fürs Bad, wo die Luftfeuchtigkeit gewöhnlich hoch ist.

 Die natürliche Schönheit der Topforchideen ist einzigartig und kaum zu beschreiben!

Orchideen düngen einzigartige natürliche Schönheit im Topf violette Blüte weitere Knospen

 Seien Sie sehr vorsichtig bei Orchideen düngen, denn hier gilt die goldene Regel: weniger ist doch mehr!

Orchideen düngen weniger Düngemittel nicht viel Gießwasser besser für die Pflanze

 

Wichtige Pflegetipps für schöne Orchideen auf einen Blick

Bevor wir uns konkret mit Orchideen düngen beschäftigen, wollen wir die wichtigsten Pflegetipps für diese exotischen Schönheiten zu Hause kurz zusammenfassen:

  • Wählen Sie einen hellen Standort für Ihre Zimmerorchideen, wo es keine direkte Sonneneinstrahlung gibt. Die empfindlichen Pflanzen mögen keine pralle Sonne. Sie fühlen sich am wohlsten auf einer nach Osten gerichteten Fensterbank. Auch Zugluft ist auf alle Fälle zu vermeiden.
  • Die Luftfeuchtigkeit im Raum ist für die Exotin aus erstrangiger Bedeutung. Bei trockener Luft oder wenn Ihre Orchidee neben der Heizung steht, müssen Sie ihre Blätter und Luftwurzeln regelmäßig mit kalkarmem Wasser besprühen.

Die Blätter und Blüten kann man mit kalkarmem Wasser besprühen.

Orchideen düngen Blätter und Blüten mit kalkarmem Wasser besprühen   

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 Ein Substrat aus Rinde, Torf und Kokosfasern ist die beste Orchideenerde schlechthin.

Orchideen düngen beste Orchideenerden aus Rinde Torf Kokosfasern reichhaltiges Substrat

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  • Für die Orchideen im Topf ist die richtige Blumenerde besonders wichtig. Besorgen Sie sich deshalb spezielle Orchideenerde, die man in jedem Blumenladen findet. Das ist eigentlich keine richtige Blumenerde, sondern ein Substrat. Es soll unbedingt grob und luftdurchlässig sein, deshalb besteht es aus Rinde, Torf und Kokosfasern.
  • Die schöne Topfpflanze muss man regelmäßig gießen, am besten mit sauberem Regenwasser oder mit etwas abgestandenem Leitungswasser. Im Sommer gießt man die Orchideen in der Regel zweimal die Woche, im Winter reicht nur eine Wassergabe wöchentlich. Zwischen den Wassergaben sollte das Substrat trocken sein. Vermeiden Sie zu viel Wasser, denn es führt zu Staunässe! Das Resultat davon ist dann Fäulnis der Wurzeln, was eigentlich die ganze Topfpflanze abtötet.
  • Alle Orchideenarten haben einmal im Jahr eine Ruhephase. Während dieser Zeit wachsen und blühen sie nicht und dürfen weder gegossen noch gedüngt werden!

 Gießen und düngen gehen hier Hand in Hand!

Orchideen düngen gießen im Sommer öfter als im Winter

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Beim richtigen Gießen und Düngen freuen Sie sich bestimmt über solche fein gefleckten Blütenblätter!

Orchideen düngen richtig gießen fein gefleckte Blütenblätter haben

 

Wann und womit soll man Orchideen düngen?

Orchideen düngen ist grundsätzlich wichtig für die Entwicklung gesunder Wurzeln und für die Bildung der schönen Blüten. Der richtige Zeitpunkt fürs Düngen ist morgens, und zwar alle zwei bis vier Wochen einmal, je nach Bedarf und der Art der Topfpflanze. Wie wir oben erwähnt haben, durchleben die Orchideen zwei Phasen, eine Wachstumsphase und eine Blütezeit. Die Blumen muss man während der Wachstumszeit regelmäßig düngen, denn sie brauchen dann neue Nährstoffe für ihre weitere Entwicklung. Die Wachstumsphase beginnt im Frühling und endet im Herbst. Im Winter folgt dann die Blütezeit und während dieser darf man die Orchideen gar nicht düngen. Die Topfpflanzen ernähren sich dann von den bereits gespeicherten Mengen Dünger im Substrat. Deshalb benötigen sie kein weiteres Düngemittel. Bei Orchideen düngen muss man sehr vorsichtig vorgehen, denn es besteht die Gefahr für eine Überdüngung. Dann bilden sich viele Salzablagerungen in der Orchideenerde, was tödlich für die Pflanze sein kann.

 Die schönen Orchideen sind „Schwachzehrer“ und benötigen nicht viele Nährstoffe.

Orchideen düngen Schwachzehrer benötigen nicht viele Nährstoffe langsamer Stoffwechsel

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Welche Düngemittel sind die besten für Topforchideen? 

  • Für Orchideen düngen wird in erster Linie ein normaler Flüssigdünger für blühende Pflanzen empfohlen. Fragen Sie aber im Blumengeschäft nach dem speziellen Orchideendünger. Dieser hat die ideale Zusammensetzung für die schönen Exoten, enthält wenig Salze und ist gut verträglich. Das flüssige Düngemittel muss man im Verhältnis 1:10 dem Gießwasser zugeben. Es gibt aber auch weitere spezielle Dünger für Orchideen, die als Stäbchen, Pulver oder Granulat angeboten werden. Lesen Sie zuerst die Anweisungen auf der Packung, bevor Sie damit Ihre Orchideen düngen.

 Wenn Sie keinen speziellen Orchideendünger zur Verfügung haben, können Sie auch ein Düngemittel für Tillandsien benutzen.

Orchideen düngen flüssigen Orchideendünger

  • Da die Orchideen im Topf ihre Nährstoffe direkt vom Gießwasser aufnehmen, sind organische Düngemittel für diese eher ungeeignet. Mineralische Dünger dagegen sind wasserlöslich und deshalb für Orchideen düngen zu empfehlen. Beachten Sie jedoch die empfohlene Dosierung. Es ist besser weniger zu düngen, denn mineralische Dünger können schnell zu Salzablagerungen an den Wurzeln führen. In solchen Fällen kommt es zu einer Überdüngung, die die empfindlichen Wurzeln verbrennt.  

 Weniger düngen ist in diesem Fall besser!

Orchideen düngen Luftwurzeln hüten wenig Düngemittel

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  • Wer bei Orchideen düngen auf jegliche Chemie verzichten will, verwendet passende Hausmittel zum Zweck. So düngt man die Exoten natürlich. Zu empfehlen sind an erster Stelle gekochtes Reiswasser und Milch. Sie enthalten Proteine und Mineralien (z.B. Kalzium), die die Topfpflanzen gut mit essentiellen Nährstoffen versorgen. Deshalb werden sie als Alleskönner in Sachen Orchideen düngen betrachtet. Weitere klassische Hausmittel fürs natürliche Düngen sind Melasse und der Inhalt gebrauchter Teebeutel. Diese sind gute Lieferanten von Kalzium und Stickstoff, welche das Wachstum und die Blütenbildung der Pflanzen fördern. Sie können auch einen Sud aus Eierschalen zubereiten und damit auch die Topfpflanzen düngen. Weitere Hausmittel zum Düngen der Orchideen sind Hefe, Anti-Baby-Pille und kalter Kaffee. Der beliebte Muntermacher gibt den schönen Topfpflanzen definitiv einen Energieschub und fördert ihr Wachstum.

Einige Tage nach dem Umtopfen kann man schon die Orchideen düngen.

Orchideen düngen verschiedenen Düngemittel einige Tage nach dem umtopfen

  • Da kommt logischerweise die Frage: kann man die Orchideen auch mit Kaffeesatz düngen? Die Antwort darauf ist – lieber nicht! Der Kaffeesatz  enthält wichtige Stoffe und wird bei vielen Pflanzen als natürliches Düngemittel verwendet, das ist Fakt. Aber er soll in die Erde eingearbeitet werden und bei den Orchideen ist das schwierig. Außerdem kann er zu Schimmelbildung führen, was ebenfalls schlimm für die schöne Exotin ist. Verdünnen Sie etwas kalten Kaffee mit Wasser und gießen und düngen Sie damit Ihre Orchideen!

Wundern Sie sich nun, wie viele Möglichkeiten Sie haben, Ihre Orchideen richtig zu düngen?

 Durchsichtige Gefäße sind zu empfehlen.

Orchideen düngen durchsichtige Gefäße benutzen

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 Im Winter kann man die Wassergaben total einstellen.

Orchideen düngen gießen im Winter nicht Wassergaben einstellen Ruhephase

Nun wissen Sie, wie Sie Ihre Orchidee richtig pflegen, nicht wahr?

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