Moderner Briefkasten am Einfamilienhaus – Standort, Design und Co.

Augustine Schatzenberger / Juli 23 2020

Der Briefkasten scheint auf den ersten Blick ein Alltagsgegenstand, dem nicht viel Beachtung geschenkt wird. Trotzdem kommt er täglich zum Einsatz und sollte Wind und Wetter standhalten. Bei der Auswahl des richtigen Modells gibt es also einiges zu beachten. Allein das Design hat sich im Laufe der Jahre verändert und überzeugt mit vielen neuen Formen und Farben. Darüber hinaus muss der Standort mit Bedacht gewählt werden – hier gibt es spezielle Vorschriften am Einfamilienhaus.

briefkasten rot blumenmuster

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Von klassisch bis modern ist alles erlaubt

Echte Trends gibt es nicht nur in der Modewelt. Auch die Briefkästen sind zu einem Aushängeschild des Hauses geworden und verschönern den Einsatzbereich. Zunächst sollten aber die Fragen nach der Größe und dem Format beantwortet werden. Die meisten Häuser besitzen ein Modell im Querformat, damit auch Zeitschriften oder Zeitung untergebracht werden kann. Darüber hinaus kann die Kombination mit einer Zeitungsrolle gewählt werden. Außerdem ist die Art des Briefkastens zu klären. Die Auswahl besteht zwischen:

  • Wandbriefkasten
  • freistehender Briefkasten
  • Unterputzbriefkasten
  • Paketbriefkasten
  • Designerbriefkasten

Ein besonders beliebtes und langlebiges Material ist Edelstahl. Die Briefkästen folgen einer klaren Linienführung und passen zum modernen Baustil. Ob gebürstet oder eine farbige Oberfläche – bestenfalls ist das Modell an die Haustür oder den Eingangsbereich angepasst. Der Hersteller frabox kennt die aktuellen Highlights und bietet Briefkästen in der Trendfarbe RAL 7016. Das dunkle Anthrazit wirkt auch in Kombination mit Edelstahl modern und kann zusätzlich mit der Hausnummer graviert werden. Briefkasten, Hausnummer und Namensschild in einem – das ist eine aktuelle Trendbewegung.

briefkasten capri23auto

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Für den Landhausstil sind eher klassische Modelle mit viel Nostalgie gefragt. Die Briefkästen bestehen oft auf Gusseisen, sind verziert oder zeigen das typische Posthorn. Interessenten können sich hier auch auf verschiedene Farben verlassen und machen aus dem Briefkasten einen echten Hingucker. Auch hölzerne Modelle oder richtig ausgefallene Briefkästen sind gefragt. Wichtig ist nur, dass eine Harmonie zwischen dem Briefkasten und dem Grundstück oder Eingangsbereich herrscht. So fügt sich der täglich genutzte Kasten in das Gesamtkonzept ein.

briefkasten ansichthoch3

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Der Standort – wichtige Regeln

Neben der Optik muss der neue Briefkasten natürlich seiner Funktion nachkommen. Das heißt: der Postbote braucht einen freien Zugang und darf sind nicht verletzen. Es gibt klare Regeln, was die Größe, die Erreichbarkeit und den Standort des Briefkastens betrifft. Laut Verordnung der Deutschen Post muss das Modell ohne unverhältnismäßige Schwierigkeiten zu finden sein. Am besten ist der Briefkasten in der Nähe der Einfahrt angebracht, am Zaun oder gar an der Haustür. Einen langen Weg sollte der Postbote nicht zurücklegen, um ihn in seiner Arbeitszeit nicht zu verhindern. Läuft ein Hund frei auf dem Grundstück herum oder handelt es sich um ein sehr weitläufiges Gelände, empfiehlt sich der Standort direkt an der Grundstücksmauer. Hier kann der Briefkasten direkt am Zaun angebracht werden oder als Unterputzmodell in eine Mauer integriert sein.

Wichtig: Verletzt sich der Postboote bei der Verteilung am Briefkasten, so können Schadensersatzforderungen geltend gemacht werden.

Der Standort muss aber auch vor Witterung und vor der unbefugten Entnahme der Post durch dritte schützen. Manche Einfamilienhäuser zeigen den Briefkasten unter dem Vordach, um Wind und Wetter abzuschwächen. Wer sich für ein Modell direkt an der Straße entscheidet, braucht hier ein gutes Sicherheitsschloss.

briefkasten tante tati

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Ein großer Fehler: Briefkasten zu klein

Zu den wichtigsten Regeln beim Kauf eines neuen Briefkastens zählt die Größe. Sie sollte der DIN EN 13724 als Norm entsprechen und orientiert sich dabei an der Länge und der Breite eines Standardbriefs C4. Dieser misst 22,9 x 32,4 cm. Sowohl der Einwurfschlitz als auch der Innenraum des Kastens müssen an dieses Format angepasst sein. Ziel ist es, einen Brief dieser Größe ohne zu knicken einwerfen zu können. Gleichzeitig dürfen Langfringer keine Chance haben, die Briefe wieder aus dem Schlitz zu ziehen. Der Einwurfschlitz ist also speziell konstruiert und mit einer Dichtlippe versehen, um den Inhalt zusätzlich vor Regen und Feuchtigkeit zu schützen.

Briefkasten anbringen – so klappt‘s

Die meisten Modelle werden einfach an der Hauswand montiert. Meist sind nur wenige Schrauben erforderlich und eine stabile Wand. Durch die Schrauben darf aber keine Kältebrücke im Haus entstehen. Das setzt die Arbeit mit besonderen Dübeln voraus und manchmal ist der Einsatz von Dämmstoffen erforderlich. Gerade bei gedämmten Fassaden ist vorher ein Fachmann zu befragen. Die Alternative ist ein freistehender Briefkasten in der Nähe der Grundstücksgrenze. Er braucht ein solides Fundament und muss am besten einbetoniert werden. Ist das Fundament aber zu flach oder steht schräg, droht Kippgefahr. Eine zweite Möglichkeit bieten Fußplatten oder spezielle Bodenanker, um den Briefkasten frei zu positionieren.

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