20 winterharte Stauden für Sonne, Halbschatten und Schatten

Augustine Schatzenberger / April 06 2022

Winterharte Stauden sind fast immer die erste Wahl, wenn es um eine gelungene, pflegeleichte Gartengestaltung geht. Frisches Grün und wunderschöne Blüten sollten diese mit sich ins Staudenbeet bringen und unsere Sinne verwöhnen. Einmal angelegt sollten die Pflanzen im Idealfall jahrelang wachsen und uns erfreuen. Da braucht man definitiv mehrjährige Stauden…

Und falls Sie sich gerade fragen, welche Stauden sind denn jetzt eigentlich einjährig und welche mehrjährig, möchten wir schon von vornherein etwas Wichtiges für Sie klären: Stauden sind immer mehrjährige Pflanzen. Diese verholzen in der Regel nicht. Die meisten Stauden, die hierzulande gedeihen, sind auch im Prinzip immer winterhart. Ihre Wurzeln sowie auch die unteren Pflanzenteile überleben den Winter und sorgen im Frühling für neue Triebe und neue Blütenpracht in Gärten und Parks.

Hier sind unsere 20 Favoriten in Sachen winterharte Stauden. Schauen Sie sich diese in Ruhe an und wählen Sie Ihre eigenen Lieblinge aus. Oder vielleicht finden Sie für alle davon genügend Platz in Ihrem Garten oder auf dem Balkon?

Viele der heimischen Heilpflanzen sind ebenso winterharte Stauden

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Winterharte Stauden, die die Sonne lieben

Wunderschöne, winterharte Stauden für sonnige Standorte gibt es zum Glück reichlich. Die herrlichen Sonnenanbeter sind zum Teil Heilpflanzen und Kräuter, die wir alle schon oft gesehen, verzehrt oder als Tee und Aromen genossen haben. Andere sind einfach nur faszinierend graziös und werden zu eindeutigen Hinguckern, besonders wenn die Blüten aufkommen.

  # Lavendel (Lavandula angustifolia)

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Die lilafarbene Schönheit aus Provence hat es sich schon längst auch hierzulande bequem gemacht. Der betörende Duft des Lavendels und seine vielseitige Anwendung im Haus und Garten werden von vielen hoch geschätzt und oft bevorzugt. Lavendel ist eine pflegeleichte, robuste Staude, die selbst auf trockenen Böden wächst. Die unterschiedlichen Lavendelsorten haben auch unterschiedliche Höhe von etwa 35 bis 70 cm und blühen in Hellrosa, Violett oder Blauviolett. Lavendel wird oft als Bodendecker gegen Unkraut oder als lebende Beeteinfassung von vielen Hobbygärtnern eingesetzt.

# Die Schafgarben (Achillea)

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Diese tolle Heilpflanze hat auch ganz viele Sorten mit unterschiedlichen Blütenfarben. Ihre Höhe kann von ca. 6 bis fast 80 cm variieren. Schafgarben lieben die Sonne und gedeihen auch auf kargen, trockenen Böden prächtig. Ihre rosettenförmig wachsenden Blätter kommen im Frühjahr auf. Der Stängel ist relativ robust und zähe. Die Blüten sind in Körbchen geformt und verströmen im Frühsommer ihren unverwechselbaren, herben Geruch. Die Schafgarbe ist auch als Achilleskraut, Frauenkraut, Gotteshand, Teekraut oder Blutstillkraut bekannt… um nur einige ihrer Namen zu nennen.

#  Salbei (Salvia nemorosa)

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Nicht weniger bekannt und beliebt ist der Salbei mit seinen unterschiedlichsten Sorten. Diese winterharte Staude hat schon im Juni wunderschöne Blütenkerzen in Blauviolett. Diese duften ganz sanft und locken zahlreiche Bienen, Hummeln und Schmetterlinge an. Selbst sandige Böden machen der Pflanze nichts aus. Sie ist robust und pflegeleicht zugleich und hat normalerweise eine Wuchshöhe zwischen 30 bis 50 cm.

# Die Lupinen (Lupinus)

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Feigbohne oder Wolfsbohne wird diese Pflanze auch manchmal genannt. Die Wildstaude kommt aus Nordamerika und ist ziemlich robust und schnellwüchsig. Für den Garten eigenen sich vor allem diese Arten Lupinen, die als Zierpflanzen gelten, wie beispielsweise die Vielblättrige Lupine (Lupinus polyphyllus). Die herrlichen Blüten der Lupinen erfreuen das Auge vom Frühsommer bis Ende August oder sogar manchmal bis Mitte September. Weil sich die Pflanze selbst aussät, macht diese als farbenfroher Lückenfüller im Garten eine gute Figur.

# Die Blaukissen (Aubrieta)

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Als eine der ersten Bienenweiden im Frühjahr leuchten die Blaukissen nicht nur in Blau, sondern auch in Rosa, Violett und Weiß. Sie breiten sich sehr schnell aus und eignen sich als perfekte Bodendecker nicht nur im Steingarten, sondern auch auf der Trockenmauer oder auf sonnigen, relativ trockenen Hängen. Diese immergrüne, winterharte Staude können Sie sowohl im Frühling als auch im Herbst einpflanzen und als natürliche Maßnahme gegen Unkraut einsetzen.

# Die Sonnenbraut (Helenium-Hybride)

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Selbst der Anblick und der Name dieser Staude schreien nach Sonne. Pflegeleicht und herrlich blühend gehört sie einfach in jeden sonnigen Garten hin. Die Sonnenbraut blüht vorwiegend in Orange und Gelb von Juni bis Oktober und liebt außer Licht und Wärme auch gemäßigte Bodenfeuchtigkeit sowie auch lehmiges, nährstoffreiches Erdreich.

# Rittersporn (Delphinium-Hybriden)

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Die reichen Blütendolden dieser winterharten Stauden sind leider nicht nur umwerfend schön, sondern auch ungenießbar. Denn Rittersporn ist nämlich giftig. Also, Vorsicht bei Kleinkindern im Garten! Die Wuchshöhe der Pflanze kann bei manchen Sorten bis zu 180 cm reichen und die Blüten leuchten in prächtigen Farbnuancen von Weiß über Hellblau bis hin zu Ultra Violett von Juni bis September. Achten Sie auf ausreichende Bewässerung und Düngung.

Winterharte Stauden, die auch Halbschatten mögen

Viele winterharte Stauden bevorzugen solche Stellen im Garten oder im Park, welche nicht die ganze Zeit in der prallen Sonne liegen, sondern eben Halbschatten anbieten. Hier haben wir sieben tolle Beispiele solcher Pflanzen für Sie parat. Schauen Sie sich diese in Ruhe an und entdecken Sie Ihren eigenen Favoriten.

# Der Storchschnabel (Geranium)

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Anspruchslos und extrem pflegeleicht ist der Storchschnabel einfach die perfekte Wahl nicht nur als Bodendecker gegen Unkraut, sondern auch als Beeteinfassung oder Bepflanzung unter den Bäumen. Die meisten Sorten der Staude blühen von Mai bis Juli und viele davon sind selbst im Winter grün. Der Storchschnabel verbreitet sich sehr schnell mithilfe seiner Wurzeln und kann dadurch auch sehr einfach eingepflanzt werden. Die Blüten sind zart und variieren von Weiß über Hellrosa bis hin zu Violett und Lila.

# Die Hortensien (Hydrangea)

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Wer kennt sie denn nicht – die fabelhaften Hortensien! Sehr unterschiedlich in Größe und Farbe sind diese, im Prinzip winterharten Pflanzen, eigentlich keine Stauden im klassischen Sinne, sondern eher Halbsträucher. Wir haben sie aber trotzdem in diese Liste aufgenommen, weil Hortensien perfekt zu vielen Stauden passen und selbst als schöne Staudenbeet-Pflanzen gelten. So eine Blütenpracht hat natürlich auch ihren Preis. Hortensien haben einen hohen Wasserbedarf und mögen nährstoffreiche, kalkarme Böden. Sie sind nicht ganz pflegeleicht, sondern möchten schon gut versorgt und richtig geschnitten werden. Der Aufwand lohnt sich aber allemal. Versprochen!

# Frauenmantel (Alchema mollis)

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Der Frauenmantel ist eine winterharte, langlebige und robuste Staude mit zarten, gelben Blüten und rundlichen grünen Blättern. Sie ist ziemlich anpassungsfähig und anspruchslos gegenüber Boden und Bewässerung. Die Pflanze vermehrt sich äußerst schnell und soll nach der Blüte zurückgeschnitten werden. Sie eignet sich als Bodendecker für breitere Flächen und größere Gärten.

# Purpurglöckchen (Heuchera)

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Obwohl die Blüten dieser Staude weiß und zierlich sind, besticht sie durch ausdrucksvolle Blätter mit spektakulärer Maserung. Außerdem sind die Blätter nicht nur in Grün zu sehen, sondern auch in Orange und Rot oder in dunklem Lila. Einfach herrlich! Der Boden sollte auf jeden Fall immer feucht und nährstoffreich sein. Die Blütenstiele werden nach der Blütezeit vollständig abgeschnitten und die trockenen Blätter im Frühjahr entfernt.

# Vergissmeinnicht (Myosotis)

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Ein perfekter, winterharter Bodendecker mit himmlisch blauen, weißen oder pinken, ganz filigranen Blüten. Vergissmeinnicht ist außerdem eine Staude, die zu den Frühlingsblühern gehört und mit sehr wenig Wasser gut auskommt.  Die Pflanze ist ziemlich pflegeleicht und anspruchslos. Sie vermehrt sich von selbst immer wieder aufs Neue, wenn sie einmal im Garten schon eingepflanzt wurde. Ganz toll als Beeteinfassung oder als Lückenfüller.

# Herbstanemone (Anemone hupehensis)

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Diese Staude ist, wie der Name es schon besagt, ein Spätblüher. Sie erfreut uns mit ihren zauberhaften weißen, rosafarbenen, blauen, roten oder karminroten Blüten erst ab August und verwandelt den Garten in ein echtes Spätsommer-Paradies. Die Wuchshöhe der Pflanze kann bei einigen Sorten sogar etwa 160 cm betragen. Die Stiele sind zart und lang und die Blätter leicht behaart. Nährstoffreiche, mäßig feuchte Böden sind für die Anemone einfach perfekt.

# Die Lungenkräuter (Pulmonaria)

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Ein weiterer Frühlingsblüher aus der Familie der winterharten Stauden, der uns zarte Blüten und dekorative Blätter im Garten beschert. Die Lungenkräuter breiten sich relativ langsam durch ihre Rhizome aus und erreichen eine Höhe von etwa 30 cm. Die Blüten sind vorwiegend rosa, violett, blau oder rot und die Blätter und Stängel leicht behaart. Obwohl die Stauden relativ pflegeleicht sind, mögen sie extreme Trockenheit oder Staunässe nicht. Kalkhaltige Böden werden gut vertragen, aber das perfekte Erdreich für Lungenkräuter ist trotzdem etwas lehmiger und reich an Humus.

Winterharte Stauden, die lieber im Schatten wachsen

Zu guter Letzt kommen die schattenliebenden Pflanzen an die Reihe, die gleichzeitig winterharte Stauden sind. Viele davon eignen sich als Bodendecker unter größeren Bäumen oder als schöne Akzente im schattigen Staudenbeet. Fast alle unseren Favoriten hier sind ziemlich genügsam und anspruchslos und selbst für Hobbygärtner mit wenig Erfahrung gut geeignet.

# Winterharte Farne (Polypodiopsida)

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Fast alle Vertreter der Familie der Farne sind Schattenstauden, die ziemlich anspruchslos sind. Obwohl Farne nicht blühen, bescheren Sie dem Garten mit ihrem ausdrucksvollen Wedel unverwechselbare grüne Akzente. Als Bodendecker unter Bäumen oder in schattigen Ecken sind Farne einfach die perfekte Wahl für eine gelungene, pflegeleichte Gartengestaltung. Sie mögen keine Trockenheit, aber auch keine Staunässe. Gemäßigt feuchte, gelockerte Erde ist für die Farne optimal.

# Die Funkien (Hosta)

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Diese beliebten Blattschmuckstauden werden oft auch Herzblattlilien genannt und sind in den meisten Gärten hierzulande oft zu finden. Die Funkien lieben gleichmäßige Feuchte und humusreiche, sandige bis lehmige Böden. Die meisten Funkien blühen im Juni und Juli, es gibt allerdings auch Arten die später im August und September Blüten bekommen. Die Blüten sind meistens weiß oder lila und wachsen an langen Stängeln. Im Prinzip sind diese Stauden relativ langsamwüchsig und breiten sich durch Wurzelausläufer selber aus.

# Die Bergenien (Bergenia)

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Nicht umsonst wurden die Bergenien Staude des Jahres 2017. Sie sind nicht nur extrem pflegeleicht und genügsam, sondern einfach wunderschön, besonders wenn ihre herrlichen, pinken Blüten schon im April aufkommen. Bergenien mögen feuchte, humusreiche Böden und haben einen sehr geringen Lichtbedarf. Sie brauchen die Stauden kaum zu düngen. Diese verbreiten sich am besten durch Teilung.

# Die Dreiblättrige Waldsteinie (Waldsteinia ternata)

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Auch Golderdbeeren genannt, sind diese hübschen, winterharten Stauden eine tolle Entscheidung für die schattigen Stellen Ihres Gartens. Als beliebter Bodendecker für viele Hobbygärtner blühen die Waldsteinien in Zitronengelb von April bis Mai. Die Blüten sind filigran und ähneln diesen der Erdbeeren. Der perfekte Boden für die Golderdbeeren ist humusreich und nährstoffarm sowie auch steinig bis lehmig. Die Waldsteinien sind ganz passend als Gehölzunterpflanzung für Waldgärten.

# Die Gewöhnliche Goldnessel (Lamium galeobdolon)

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Diese robuste, heimische Staude wird selbst den tiefsten Schatten in Ihrem Garten begrünen und im Frühjahr mit zarten, gelben Blüten verschönern. Sie braucht kaum Pflege und breitet sich schnell aus. Um eine Wuchergefahr zu verhindern, brauchen Sie die Pflanze sogar gelegentlich einzudämmen. Außerdem wäre es sinnvoll, zu hohe Triebe im Herbst zurückzuschneiden.

# Prachtspiere (Astilbe arendsii)

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Die aus Ostasien stammenden Stauden sind schon seit dem 19. Jahrhundert auch hierzulande heimisch. Ihre prächtigen Blütenrispen in Weiß, Creme, Pink, Karminrot oder Violett schmücken den Garten von Juni bis September. Die Pflanze liebt feuchte, nährstoffreiche Böden und breitet sich über Ausläufer relativ schnell aus. Im Frühjahr sollte man mit Kompost düngen und vom November bis März teilen.

Fazit

Winterharte Stauden sind bemerkenswerte, pflegeleichte Pflanzen. Es gibt etliche davon, die die Sonne lieben, andere, die eher im Halbschatten gut gedeihen und wieder andere, die selbst im tiefsten Schatten wachsen. Wählen Sie die Stauden aus, die Ihnen am besten gefallen, und laden Sie diese in Ihren eigenen Garten ein. Behandeln Sie jede Pflanze liebevoll und mit Respekt und sie wird sich bei Ihnen bedanken.

Winterharte Stauden bescheren Ihnen jedes Mal aufs Neue wunderschöne Blütenpracht und frisches Grün

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