Wie lässt sich der Rasen bei extremer Trockenheit erhalten?

Augustine Schatzenberger / August 10 2018

Der Sommer 2018 geht jetzt schon als äußerst heißer Sommer in die deutsche Geschichte ein. Aktuell ist zwar noch nicht klar, ob er auch den Extremsommer 2003 schlagen wird – Bauern, Stadtbewohner und auch Gartenbesitzer dürften allerdings jetzt schon hoffen, dass so etwas hoffentlich nie wieder eintritt. Leider können wir uns darauf nicht verlassen, so dass sich für Gartenbesitzer unter anderem die Frage stellt, wie der eigene Rasen im Garten die Trockenheit entsprechend überstehen soll. Nachfolgend werden einige interessante Tipps aufgezeigt, um Gartenbesitzern eine Orientierung bieten zu können.

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Abbildung 1: Ein satter grüner Rasen: Der Traum eines jeden Hobbygärtners. Doch was tun, wenn es extrem trocken ist? In diesem Fall sind intensivere Pflegemaßnahmen erforderlich.

Wie lässt sich schon im Vorfeld der Rasen für Dürrewetter wappnen?

Wie gut der Rasen im eigenen Garten mit wetterbedingtem Stress umgehen kann, entscheidet sich bereits im Frühjahr. Wer das Gras entsprechend pflegt, erhält nämlich einen deutlich widerstandsfähigeren Rasen und kann sich so länger auf das satte Grün zu Hause freuen. Wichtige Pflegeschritte im Frühjahr sind dabei:

  • Rasen richtig mähen: Der Rasenschnitt ist eine wichtige Pflegemaßnahme, die zwischen März und Oktober einmal pro Woche durchgeführt werden sollte. Optimalerweise mähen Gartenbesitzer, wenn die Grashalme ca. 8- 10 Zentimeter hoch sind. Auf diese Weise lassen sie sich bequem auf 4 cm herunterschneiden. Ein kürzerer Schnitt sorgt hingegen dafür, dass die Wurzeln beschädigt werden können und das Gras darüber hinaus viel zu leicht verbrennt. Wer den Rasen hingegen zu lange wachsen lässt, riskiert ebenfalls bräunliche Verfärbungen.
  • Unkraut entfernen: Im Herbst und Frühjahr ist es leider nicht unüblich, dass sich Unkraut im Rasen breitgemacht hat. Dieses macht dem Rasen seinen Platz streitig und schwächt diesen. Gerade deshalb ist es im Frühjahr besonders wichtig, die Grünfläche zu vertikutieren. Dabei dringen Gartenbesitzer mit dem Vertikutierer in die oberen Bodenschichten des Rasens und zerstören das Wurzelgeflecht entsprechender Unkräuter. Auch Moos lässt sich so bekämpfen. Gleichzeitig wird der Rasen belüftet, was sich ebenfalls positiv auswirkt.
  • Rasen düngen: Spezieller Rasendünger enthält alle Nährstoffe, die der Rasen zum Wachsen und Gedeihen benötigt. Doch es kommt auf den richtigen Zeitpunkt die gleichmäßige Verteilung des Düngers an. Aus diesem Grund ist es am wirkungsvollsten, den Dünger mit einem speziellen Streuer gleichmäßig aufzutragen. Wer zudem noch vor dem Vertikutieren an einem bedeckten Tag im März düngt, kann weitere Vorteile nutzen. Durch einen späteren Regenguss werden die Nährstoffe des Düngers direkt weitergegeben. Dies macht die Grünfläche robuster gegen „Angriffe“ von Schädlingen und anderen Pflanzen. Gegen Moos hilft zudem zusätzlich das Aufbringen von Kalk.

Durch eine gute Rasenpflege können Gartenbesitzer also möglichst früh im Jahr den Grundstein für einen kräftigen und widerstandsfähigen Rasen legen. Ob Dünger oder Samen für das Säen von Rasen – hier sollten Gartenfans auf Qualitätsprodukte vom Profi setzen. Guter Dünger kann hier durchaus einen Unterschied machen.

rasen pflegen bei trockenheit

Gras benötigt Wasser – in der Trockenheit umso mehr

Gerade bei langen Trockenphasen benötigt der Rasen im Garten eine entsprechende Bewässerung, wenn er nicht binnen weniger Tage braun und vertrocknet aussehen soll. Dies gilt natürlich auch für die weiteren Pflanzen im Garten, wobei es hier mitunter erhebliche Unterschiede geben kann. Doch was ist beim Bewässern zu beachten und was sollte besser vermeiden werden? Die besten Tipps für die Rasenbewässerung im Überblick:

  1. Der richtige Zeitpunkt der Bewässerung

Wenn sich wieder einmal ein trockener und heißer Tag an den nächsten reiht, ist der beste Zeitpunkt für die Bewässerung in den frühen Morgenstunden. Auf diese Weise verdunstet weniger Wasser und die Wurzeln nehmen die Flüssigkeit sehr wirkungsvoll auf. Somit kann die nächste Hitze kommen und der Rasen ist gerüstet. Es wird empfohlen, den Rasen bei starker Trockenheit 2-3 Mal pro Woche zu sprengen.

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  1. Lieber intensiver bewässern

Ein weiterer Punkt betrifft die Intensität der Bewässerung. Hierbei ist es wichtig, dass auch die Rasenwurzel in 15 cm Tiefe das Wasser abbekommen. Aus diesem Grund sollte morgens eine intensive Bewässerung erfolgen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, hebt danach eine Rasenstelle mit dem Spaten aus und schaut nach, ob die Wurzeln ebenfalls feucht sind.

  1. Rasensprenger richtig positionieren

Gerade bei intensiver Bewässerung ist es sehr wichtig, das Wasser nicht noch unnötig zu verschwenden. Aus diesem Grund sollten Gartenbesitzer den Standort für Rasensprenger genau checken. Geht durch einen schlechten Standort ein nicht unerheblicher Teil des Wassers am Rasen vorbei, kann dies schnell zu einer teuren Angelegenheit werden.

Wer diese Punkte beachtet, spendet seinem rasen genau die Aufmerksamkeit, die an besonders heißen Tagen nötig ist.

Achtung: Bei extremer Hitze und langen Trockenperioden sind die Behörden berechtigt, die Nutzung von Trinkwasser für die Gartenbewässerung zu verbieten. Dies ist wichtig, um das Leitungssystem und die Filteranlagen nicht zu überlasen. In solchen Fällen könnte der zuständige Landkreis am Ende Bußgelder verhängen, wenn Gartenbesitzer zuwiderhandeln. Abhilfe schafft hier schon in den ersten Monaten des Jahres die Sammlung von Regenwasser. Ob nun eine Regentonne oder sogar ein Regenwassertank – auf diesem Weg lässt sich Wasser sparen und der Wasserkreislauf wird am Ende weniger belastet.

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Abbildung 2:Die richtige Rasenpflege sorgt dafür, dass der Rasen besser mit Wasserstress zurechtkommt und sich nach Trockenheit auch schneller wieder erholt. Trotzdem ist eine Bewässerung bei extremer Trockenheit sehr wichtig.

Mit der richtigen Rasenpflege geht auch die Dürre vorbei

Die Dürre mit extremer Trockenheit macht nicht nur uns Menschen zu schaffen. Auch der heimische Garten leidet unter der Hitze und den fehlenden Regengüssen. Dies trifft vor allem auf den Rasen zu, den extreme Trockenheit schnell aus der Bahn werfen kann. Etwas besser sieht es hingegen aus, wenn Gartenbesitzer schon im Frühjahr die Rasenpflege entsprechend professionell angegangen sind. Mit guter Düngung, einem regelmäßigen Schnitt und dem Entfernen von Unkraut haben Hobbygärtner bereits ei halbe Miete eingefahren.

Trotzdem benötigen die Grashalme auch dann irgendwann eine entsprechende Bewässerung. Zwischen zwei- und dreimal pro Woche ist bei extremer Trockenheit ein gutes Maß. Werden hierbei die wichtigsten Aspekte richtig einkalkuliert, überstehen Gärtner und Rasen auch die nächste Dürre.

Bildquellen:

Abbildung 1: @ MabelAmber (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Abbildung 2: @ Alexas_Fotos (CC0-Lizenz) / pixabay.com

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