Ideen und Tipps für langfristige Gartenplanung für die kommenden Saisons

von Angela Schmidt

Am liebsten möchte man es im Garten schon mit dem ersten Sonnenstrahl im Frühling so richtig schön haben. Doch wie eine Blume, die erst durch viele Sonnenstunden zum Erblühen kommt, braucht ein schöner Garten viel Vorlauf. Natürlich kann man auch kurzfristig durch Pflanzenkübel, Gartendekoration & Co für Veränderung sorgen – wer das Aussehen seines Gartens aber ebenso wenig dem Zufall überlassen möchte wie die Gestaltung der Inneneinrichtung, sollte langfristige und nachhaltige Gartenplanung betreiben.

Gartenplanung – Wie macht man seinen Garten fit für die kommenden Sommersaisons?

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Wie plant man seinen Garten langfristig?

Wer im Garten steht und seinen Blick umherschweifen lässt, stellt oft schnell fest: Hier möchte ich etwas verändern, dort vielleicht auch, aber da hinten auf jeden Fall. Fährt man in solch einem Moment in das Gartencenter, um kurzfristig für Veränderung zu sorgen, kann das ein Schuss sein, der nach hinten los geht. Zumindest ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass das Ergebnis nicht langfristig glücklich macht. Es lohnt sich also, Zeit und Inbrunst in die Gartenplanung zu investieren, um nachhaltige Lösungen zu finden. Dann kann man beispielsweise Pfingstrosen in diesem Herbst pflanzen, um sich im darauffolgenden Sommer über deren Blütenpracht zu freuen.

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Ein Plan muss her – so geht´s

Nur ein Bruchteil aller Menschen mit Garten hat das notwendige Budget, um einen Landschaftsgärtner mit der Gestaltung des Gartens zu beauftragen. Doch das ist auch gar nicht unbedingt nötig, denn auch in Eigenregie ist es möglich, einen guten Plan für den Garten auszuarbeiten. Dazu sollte man auf jeden Fall die Abmaße des Gartens kennen und diese maßstabsgetreu auf Millimeterpapier übertragen. Dabei zeichnet man auch den bleibenden Bestand -also Terrassen, Schuppen und ähnliches – ein. Damit man während des Planungsprozesses mehrere Möglichkeiten gegenüberstellen kann, ist es sinnvoll, diesen Roh-Plan des Gartens einige Male zu kopieren.

Diese Dinge sollte man bei der Gartenplanung berücksichtigen

Um möglichst sinnvoll planen zu können, ist es wichtig, ein paar Parameter zu kennen. Liegt der Garten morgens, mittags oder abends in der Sonne? Wo ist (dauerhaft) Schatten? Gibt es Stellen, an denen der Wind durchzischt, und Stellen, die auf natürliche Weise gut vor Wind und Wetter geschützt sind? Ist es möglich, einen Pool zu errichten oder sogar in den Boden einzulassen? Wie sieht es mit gesetzlichen Regelungen zu Bepflanzungen oder Bebauungen an der Grundstücksgrenze aus? Diese Punkte kann man dann bereits im Plan berücksichtigen.

Stil finden

Um am Ende ein einheitliches Bild genießen zu können, ist es sinnvoll, schon vorab zu überlegen, ob der Garten einen bestimmten Stil haben soll: Natürlich angelegte Gärten mit viel Wildwuchs sorgen für Gemütlichkeit und stellen ein beliebtes Domizil für Bienen & Co dar. Asiatisch angehauchte Gärten mit Bambuselementen bringen den Geist in Fluss und sind außergewöhnlich. Idealerweise lässt man sich in diesem Schritt von Gartenmagazinen und -blogs inspirieren.

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Eckpunkte festlegen

Wer einen Plan erstellt, sollte vom Großen ins Detail gehen, um sich nicht in Kleinigkeiten zu verlieren. Zunächst sollte also das große Ganze stehen: der perfekte Platz für die Sitzgruppe, gegebenenfalls die Position für Pool, Schuppen oder Sauna, aber auch die Blumenbeete. In diesem Schritt gilt es die vorab ermittelten Parameter zu berücksichtigen.

Feinplanung

Steht das Konzept, kommt der schönste Teil: die Bepflanzungsplanung. Dabei sollte man möglichst langfristig denken – vor allem dann, wenn man nicht jedes Jahr im Frühjahr und Herbst neu bepflanzen möchte. Ein immer blühendes Beet beinhaltet in der Regel verschiedene Saaten, Pflanzen und Zwiebeln, die zu unterschiedlichen Jahreszeiten blühen und solche, die möglichst lange oder oft blühen.

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Diese Pflanzen blühen lange

Damit im Beet immer etwas geboten ist, benötigt man Pflanzen, die möglichst lange blühen. Besonders beliebt sind dabei Stauden wie Steppensalbei, Flammenblume oder Mädchenauge.

Öfter blühende Pflanzen

Ein zweiter Fixpunkt im Ganzjahresbeet sind Pflanzen, die vom Frühjahr bis zu Frost öfter blühen. Dazu zählen Beet- und Kleinstrauchrosen. Zwischen lange blühende und öfter blühende Pflanzen kann man dann Stauden mit unterschiedlicher Blütezeit, wie zum Beispiel die stolze Pfingstrose, setzen.

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Grün geht immer

Buchsbäume und Wintergrüne Pflanzen wie Purpurglöckchen oder Bergenie sorgen dafür, dass das Beet immer gesund und grün wirkt – auch im Winter, wenn im Staudenbeet gerade nichts blüht.

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Angela Schmidt

Nach dem Abschluss meines Studiums für Journalismus an der Uni- München, arbeite ich freiberuflich für diverse Formate und Produktionen. Freshideen ist für mich ein gegenseitiges Langzeitprojekt, mit dem ich meinen Alltag viel schöner gestalte. Die Themen der Nachhaltigkeit und der Umwelt bewegen mich am meisten, aber auch die kreativen DIY Ideen finden Platz in meinem Herzen.