Der Blauglockenbaum – ein imposantes, pflegeleichtes Gewächs mit Charme

von Romilda Müller

Ein Blauglockenbaum fesselt den Blick sofort auf sich. Das Gewächs trägt viele weitere Namen, es spielt aber keine Rolle wie man die imposante Schönheit nennt. Diesen zierlichen Baum könnte man auch im eigenen Garten haben. Jedoch sind einige Sachen zu beachten, wenn man den Blauglockenbaum in seiner ganzen Schönheit genießen möchte. Darum geht es eben heute bei uns: Wie Sie Paulownia tomentosa richtig pflegen.

Blauglockenbaum – eine schöne Erscheinung, welche alle Blicke auf sich zieht

Blauglockenbaum - Blüten von Paulownie

Allgemeines über den Blauglockenbaum

Der Blauglockenbaum trägt den wissenschaftlichen namen Paulownia tomentosa, deswegen wird auf Deutsch noch der Begriff Paulownie für die Kennzeichnung der Pflanze benutzt. Er ist ein Lippenblütengewächs, das aus Asien stammt. Doch der Baum hat sich an das deutsche Klima gut angepasst und kann auch hierzulande problemlos gedeihen. Seine blauvioletten Blüten zeigen sich ab Ende April und faszinieren mit ihrer zarten Schönheit und frischem Duft. Man sollte es sich aber merken, dass der Baum zum ersten Mal nach sechs bis zehn Jahren blüht. Die Blütenknospen vom Blauglockenbaum sehen den Blüten des Fingerhuts ähnlich. Doch in kühleren Regionen kann man mit einer Blüte nicht rechnen.

Der Naturforscher Siebold, der den Baum nach Europa brachte, gab der Pflanze den Namen der Tochter des russischen Zaren Paul I., die Anna Paulowna hieß. So ist der Blauglockenbaum im englischsprachigen Raum noch als Princess Tree oder Kaiserinnenbaum bekannt. Ein weiterer gebräuchlicher Name für das Gewächs ist Kiribaum.

Bei dem imposanten Gewächs handelt es sich um einen sehr schnell wachsenden Baum mit einer rundlichen und schwach verzweigten Krone. Die sommergrünen Blätter können bis zu 40 cm lang und 30 cm breit werden. Spät im Herbst verliert der Baum seine Blätter. Doch sie färben sich vorher nicht.

Der Baum entwickelt auch Früchte, die aber leicht giftig sind.

Die imposante Pflanze verleiht dem Garten einen besonderen Charakter

ausgewachsener Blauglockenbaum im Hintergarten

Blauglockenbaum richtig pflegen

Hat der zierliche Baum genug Platz im Garten, dann gedeiht er in der Regel besonders anspruchslos. Was Sie aber beachten sollten ist, dass man die Verbreitung des Kiribaumes kontrollieren sollte. Das muss man aus dem Grunde machen, da sich die Bäume auch selbst aussäen. Übrigens könnte man den Baum auch im Topf pflanzen, trotzdem kann eine Dauerkultur im Topf nicht gut gedeihen, denn mit den Jahren wachsen die Wurzeln sehr tief.

Nehmen Sie auch folgende Pflegehinweise in Acht!

Standort und Boden

Die Paulownie sollte man an einem sonnigen und warmen Standort pflanzen. Dieser muss außerdem etwas geschützt sein. Jedoch liebt die Pflanze das warme Klima. Selbst bei Trockenheit kann sie gut gedeihen.

Der Boden für den Kaiserbaum muss durchlässig und leicht sauer bis leicht alkalisch sein. Einen zu sauren Boden können Sie durch Gartenkalk senken. Ist er zu schwer und tonig, dann muss man Sand einarbeiten. So vermeidet man Staunässe. Sandige Böden verbessert man dagegen durch leicht verroteten Kompost oder Pflanzerde.

Der Baum öffnet seine Blütenknospen nur beim milden Klima

Blauglockenbaum Asrt mit Blüteknospen

Gießen und Düngen

Nach der Pflanzung sollte man die Blauglockenbäume ausreichend gießen. Die Jungpflanzen brauchen regelmäßige Wassergaben, während Sie ausgewachsene Bäume nur in heißen und trockenen Sommern zu gießen brauchen. Der Grund liegt darin, dass ältere Exemplare ein weit verzweigtes Wurzelsystem haben und sich selbst mit Feuchtigkeit versorgen kann. Beachten Sie im Allgemeinen, dass der Boden nicht austrocknet, doch vermeiden Sie unbedingt Staunässe! Staunäse könnte dazu führen, dass der Baum abstirbt! Deswegen wäre es gut, an eine Drainage im Boden zu denken.

Bei den Topfplanzen steht die Frage mit dem Gießen anders. Bei ihnen ist immer auf ein regelmäßiges Gießen zu achten. Hier  spielt das Alter der Pflanze keine Rolle. Die Topfpflanzen sind außerdem vor Staunässe viel mehr bedroht.

Der Boden für den Kiribaum muss nährstoffreich sein. Einmal sollte man bei der Pflanzung etwas Kompost einsetzen, und ein zweites Mal sollte man auch im Frühling düngen. Einen Flüssigdünger könnte man dabei durch Brennnesseljauche als Stärkungsmittel ersetzen und ins Gießwasser während der Wachstumsphase der Pflanze geben. Düngt man aber übermäßig, reagieren die Äste auf Frost im Winter nicht gut.

Schneiden

Da der Kiribaum echt schnell wächst, ist es unumgänglich, dass man diesen regelmäßig schneidet. Diesen kann man sowohl im Herbst als auch im Frühling zurückschneiden. Schneiden Sie aber den Blauglockenbaum ab Mai nicht mehr, denn das könnte die Bildung von Blütenknospen verhindern. Das geschieht bereits im Spätsommer.

Einerseits fördern Sie durch den regelmäßigen Schnitt den Pflanzenwuchs, andererseits sorgen Sie somit für eine schöne Baumkrone. In der Regel kann der Kiribaum noch im ersten Jahr eine Höhe von 2 Meter erreichen, was einen Radikalschnitt notwendig macht. Das gewährleistet der Pflanze eine gute Form.

Äste, die die Form der Krone unschön aussehen lassen, sollten entfernt werden. Mit vertrockneten, kranken oder töten Ästen geht man auf der gleichen Art und Weise vor. In diesem Fall wird der Baum ausgelichtet.

Sorgen Sie immer für eine kompakte Baumkrone, damit der Blauglockenbaum eine schöne Figur macht

die schönen Blauglockenbaum Blüten

Überwintern

Bei den Blauglockenbäumen gilt es, dass nur die ausgewchsenen Exemplare frosthart sind. Trotzdem können starke Fröste für die Blütenbildung gefährlich sein. So macht es Sinn, einzelne Triebe mit Gartenvlies zu umwickeln. Die Jungpflanzen müssen dagegen unbedingt vor Frost geschützt werden und im Haus überwintern. Dabei iat auf ein helles Winterquartier zu achten, wo die Temperaturen nicht unter 5 Grad Celsius fallen.

Krankheiten und Schädlinge

Der Kiribaum gilt als ein robustes Gewächs. Eine interessante Tatsache über Paulownie ist, dass sie Schleimstoffe ausscheidet, die Ameisen anziehen. Diese schützen ihrerseits den Baum vor Fresssfeinden. Trotzdem pasiert es manchmal, dass der Blauglockenbaum vor Pilzen befallen wird. Es ist außerdem möglich, dass man Fraßspuren an den Blättern von Paulownie erkennt. Sowohl der Pilz- als auch der Schneckenbefall sind nicht besonders gefährlich für den Kiribaum.

So sehen die Blätter vom Kiribaum aus

ein Blatt vom Kiribaum

Ein Baum mit vielen Namen, aber mit einmaliger Schönheit

Kiribaum mit schönen duftenden Blüten

Romilda Müller

Mein Beruf macht mir echt viel Spaß! Selbst indem ich jeden Tag Beiträge über Themen aus den Bereichen Gartengestaltung, Dekoration, Innendesign, Mode und Lifestyle schreibe, entdecke ich viele interessante Tatsachen. Auch für mich selbst. Zudem schöpfe ich Inspiration für meine eigene Freizeit. Mein Ziel ist es, unserer Leserschaft nützliche Information und unendliche Anregung anzubieten und damit behilflich zu sein. Es freut mich, durch meine Artikel eine große Anzahl von Lesern für unterschiedliche Themen zu begeistern und zu neuen Projekten im Haus und Garten zu ermutigen. Außerdem will ich ihnen gleichzeitig damit Optionen für eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung bieten.