Anti-Aging – Was hilft wirklich gegen Gesichtsfalten?

Mareike Brenner / März 17 2022

Jung auszusehen ist ein hartnäckiges Schönheitsideal in unserer Gesellschaft. Vorteilhaftes Make-up, modische Frisuren und trendige Kleidung sind äußerliche Werkzeuge, die wir nutzen können, um unser Alter zu kaschieren. Zeitgleich werden wir mit Kosmetik und anderen Behandlungsmöglichkeiten umworben, die uns dabei helfen sollen, das biologische Altern in Zaum zu halten. Was sind diese Methoden und wie effektiv helfen sie wirklich dabei, die Zeichen des Alterns unserer Haut zu reduzieren?

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Warum altert die Haut?

Mittel gegen das äußerliche Altern können nur dann besonders effektiv sein, wenn sie die Auslöser des Prozesses aushebeln oder zügeln. Deshalb hilft es uns zunächst zu lernen, warum unsere Haut altert, damit wir verstehen können, welche Behandlung aus welchen Gründen wirkt.

Das Altern unserer Haut ist ein natürlicher Teil der vergehenden Zeit. Dahinter steckt ein komplexer Prozess, der schon lange und andauernd untersucht wird. Die ersten Erkenntnisse, die allgemein anerkannt sind, schieben das Altern unseres Körpers auf die freien Radikale.

Diese Nebenerzeugnisse aus unserem Stoffwechsel sind aggressive organische Sauerstoffverbindungen ohne gepaarte Elektronen, die deshalb bestrebt sind, anderen Atomen oder Molekülen ihre Elektronen zu entreißen. Dabei schaden sie den Stoffen und Prozessen in unserem Körper, die von diesen Atomen und Molekülen abhängig sind. Davon betroffen sind beispielsweise:

  • Blutgefäße
  • Proteine
  • Lipide
  • Zellkerne und die DNS (Erbinformation)
  • und vieles mehr

Dadurch entstehen Punktmutationen und Enzymstörungen, die unsere Zellfunktionen und Stoffwechselprozesse negativ beeinflussen.

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Zeitgleich bilden die Reaktion zwischen den Sauerstoffverbindungen und Elektronen neue Radikale, die wiederum eine Kettenreaktion an Schädigungen und neu entstehenden Radikalen auslösen. Insgesamt bezeichnen wir die Auswirkungen der freien Radikale als oxidativen Stress. Je länger wir leben, desto mehr freie Radikale sammeln wir an, und desto eher leiden unsere Zellen und Stoffwechselprozesse, was zu unseren Alterungserscheinungen führt.

Spezifisch sind es die negativen Einflüsse auf Proteine (wie Kollagen und Elastin) und Lipide, die dazu führen, dass unsere Haut sichtbar altert. Gemeinsam geben diese der Haut ihre Spannkraft und Elastizität. Durch die freien Radikale wird die Erzeugung dieser Stoffe gestört. Durch weniger Kollagen, Elastin und Lipide wird die Haut schlaff, dünner und trocknet aus. Aufgrund dieser fehlenden Elastizität entstehen schneller Falten, wenn das Gerüst der Hautzellen nachgibt.

Vollkommen lassen sich diese Effekte nicht aufhalten. Es gibt aber Faktoren, die das Entstehen von freien Radikalen beschleunigen. Dazu gehört eine ungesunde Lebensweise mit falscher Ernährung, wenig Schlaf und viel Sonnenbestrahlung.

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Verschiedene Typen von Gesichtsfalten

Wenn Falten entstehen, können daran noch andere Prozesse beteiligt sein, die bestimmen, welche Art von Falte sich bildet. Je nachdem welche es ist, können wir der Bildung effektiver vorbeugen als bei anderen. Sie lassen sich unterteilen in:

  • Falten, die aufgrund der Mimik entstehen (Dynamische Falten)
  • Falten, die unabhängig von der Mimik sichtbar sind (Statische Falten)
  • Falten, die aufgrund von negativen Umweltfaktoren entstehen (Aktinische Falten)

Behandlungsmöglichkeiten von Falten

Faltenart Dynamisch Statisch Aktinisch
Behandlung Sorgfältige Hautpflege

Botox-Spritzen

Sorgfältige Hautpflege

Hyaluronsäure-Spritzen

Gesunder Lebensstil

 

sorgfältige Hautpflege

Hyaluronsäure-Spritzen

  • Statische Falten sind schwer zu behandeln. Sie sind ein Resultat des Verlusts der Hautfülle und -spannung, der sich mit der Schwerkraft vereint, um dauerhaft sichtbare Falten entstehen zu lassen. Um sie aufzufüllen, kann man mit Hyaluronsäure-Spritzen arbeiten. Die volle Wirkung der Spritzen zeigt sich nach 2 Wochen und kann rund 9 bis 18 Monate anhalten.
  • Dynamische Falten, wie Lachfalten, sind ein Ergebnis von wiederkehrenden Gesichtsbewegungen. Mit einer guten Feuchtigkeitspflege lässt sich die Auswirkung der Bewegung auf die immer gleichen Stellen verlangsamen. Daneben führen Botox-Spritzen dazu, die Muskulatur zu entspannen und Falten zu glätten. Diese Wirkung ist direkt erkennbar, hält allerdings maximal 6 Monate an.
  • Aktinische Falten sind am empfänglichsten für eine vorbeugende Behandlung. Da sie aufgrund von schädlichen Umwelteinflüssen und Lebensstilen entstehen, können wir diese beeinflussen, um die Faltenentstehung zu verhindern. Dazu gehört das Nutzen von UV-Schutz, das Nicht-Rauchen und eine gute Schlafhygiene. Zudem können wir mit intensiver Feuchtigkeitspflege arbeiten, die unserer Haut viele Nährstoffe gibt.

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Es gibt Gesichtspflege, die genau für diese Bedarfe geschaffen wurde. Inhaltsstoffe wie Kollagen sowie reichhaltige Fette und Öle sind eine gute Basis. Zusätzlich eignen sich Wirkstoffe wie Moosextrakt.

Studien haben herausgefunden, dass die Hartnäckigkeit, Langlebigkeit und Anpassungsfähigkeit des Mooses auch auf unsere Hautzellen übertragen werden kann. Bei Versuchen mit Moosextrakt hat sich gezeigt, dass er dabei hilft unsere Haut resilienter gegenüber schädlichen Umwelteinflüssen, wie starken Temperaturwechseln, zu machen.

Testurteile der Stiftung Warentest über Moossalbe gibt es bisher noch keine, da diese vor allem Cremes mit Q10 und Hyaluron als Inhaltsstoffe beachten. Dennoch finden sich viele positive Erfahrungsberichte und Studien zu der Wirksamkeit des Extrakts im Internet.

Wie kann man Gesichtsfalten vorbeugen?

Leider hat auch die Selbstoptimierung ihre Grenzen. Dennoch, wenn wir uns vorteilhaft verhalten, stoppen wir zwar nicht das Altern, aber beugen der Entstehung von Gesichtsfalten vor. Durch die richtige Kombination aus Verhalten und Pflege erhalten wir den bestmöglichen Anti-Aging-Effekt, der durch nicht-invasive Behandlungen erreichbar ist.

Wenn wir die genannten Einflussfaktoren beachten, die eine früh sichtbare Hautalterung begünstigen, können wir daraus Schlüsse ziehen, welches Verhalten von Vorteil ist:

  • Sonnenstrahlung: Zu starke UV-Bestrahlung und Sonnenbänke sollten vermieden werden. Zusätzlich hilft ein guter UV-Schutz, auch im Alltag.
  • Lebensstil: Rauchen, Alkohol und ungesundes Essen sowie ein schlechter Schlafrhythmus sind Faktoren, die vermieden werden sollten.
  • Stressreduktion: Psychischer Stress ist ein weiterer Auslöser von oxidativem Stress. Auch physischer Stress, wie andauernde Überanstrengung im Leistungssport, zählt dazu.
  • Schädliche Stoffe: Personen, die (eventuell beruflich) häufig mit schädlichen Stoffen in Berührung kommen, können schneller freie Radikale bilden. Das gilt auch für Strahlungen wie Röntgenstrahlen.
  • Hautpflege: Eine gute Hautpflege versorgt unsere Haut mit Feuchtigkeit, unterstützt ihr Kollagengerüst und schützt mit Wirkstoffen wie Moosextrakt vor schädlichen Umwelteinflüssen.

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Fazit

Falten sind, wie das Altern, unumgänglich. Die schädigende Wirkung der freien Radikale kann nicht vollständig aufgehalten werden. Was wir aber tun können, ist, die sichtbaren Alterungseffekte mit dem richtigen Verhalten und der besten Pflege zu verlangsamen. Durch einen gesunden Lebensstil und das Versorgen der Haut mit Nährstoffen und Feuchtigkeit helfen wir ihr dabei, voll und elastisch zu bleiben. Hilfreiche Wirkstoffe wie Kollagen und Moossalbe unterstützen gezielt dabei, die Haut zu stärken und schwindende Reserven aufzufüllen.

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