Das Fettspeicherhormon Insulin: Darum nehmen Sie zu!

Augustine Schatzenberger / August 05 2018

Immer mehr wissenschaftliche Studien beweisen in letzter Zeit, dass einer der Hauptgründe für die Gewichtszunahme ein gestörter Hormonhaushalt ist. Neben Leptin, Kortisol und Adiponectin ist Insulin – das sogenannte Fettspeicherhormon, einer der wichtigsten Faktoren, wenn es um Zunehmen oder Fettverbrennung geht. Was steckt genau dahinter und welche Zusammenhänge sollte man schon kennen, damit man nachhaltig abnehmen kann, erfahren Sie in den nachfolgenden Zeilen.

Warum nennt man Insulin das Fettspeicherhormon?

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Das Fettspeicherhormon Insulin und seine Funktion

Als Erstes sollte man schon wissen, dass Insulin ein Eiweißhormon ist, das in der Bauchspeicheldrüse unseres Körpers entsteht und von da ausgeschüttet wird. Seine Funktion ist grob gesagt, den Blutzuckerspiegel zu senken. Als Blutzuckerspiegel bezeichnet man die Menge an Glucose (Traubenzucker) im Blut. Woher kommt aber die Glucose eigentlich ins Blut?

Von den aus unserer Nahrung aufgenommen Kohlenhydraten gelangt die Glucose beim Verdauungsprozess vom Darm entweder direkt oder durch Spaltung dank wichtiger Darmenzyme ins Blut. Deswegen steigt auch nach einem kohlenhydratreichen Essen auch unser Blutzuckerspiegel spürbar. Bei gesunden Menschen wird der Blutzucker aber in den nächsten Stunden wieder völlig ausgeglichen. Und das passiert nämlich dank des Insulins. Eine Aufgabe von enormer Bedeutung für den ganzen Organismus, denn Glucose ist nämlich ein lebenswichtiger Energieträger, worauf nicht verzichten werden darf. Wieso nennt man dann ausgerechnet Insulin Fettspeicherhormon?

Sehen Sie von einfachen Kohlenhydraten lieber ab!

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Ganz einfach. So wichtig für unsere Energiezufuhr Glucose auch ist, kann diese nur in relativ geringen Mengen direkt als Energie verbraucht oder von der Leber, von den Muskeln und den Nerven in Form von Glykogen gespeichert werden. Wenn die Glykogenspeicher des Organismus sozusagen voll sind, wird Glucose in den Fettzellen des Körpers abgelagert und ist von daher für die unbeliebten Fettpolster, besonders im Bauchbereich, verantwortlich. Anders gesagt, wenn der Organismus mehr Kohlenhydrate bekommt, als er verwerten kann, speichert er diese für „schlechte Zeiten“ – eine der häufigsten Ursachen für ungewollte Gewichtszunahme.

Nicht umsonst empfehlen Ernährungsberater eine kohlenhydratarme Ernährung

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Kohlenhydrate sind nicht gleich Kohlenhydrate

Je mehr Kohlenhydrate in Form von Glucose ins Blut gelangen, desto mehr Insulin wird von der Bauchspeicheldrüse ausgeschüttet und im Endeffekt desto mehr Fett gespeichert. Während dessen findet auch logischerweise keine Fettverbrennung statt und eine weitere Gewichtszunahme ist vorprogrammiert. Also, bei der Menge der aufgenommenen Kohlenhydrate sollte man schon gut aufpassen, genauso wie bei deren Art.

Grundsätzlich gibt es einfache und komplexe (langkettige) Kohlenhydrate. Bei den ersten steigt nämlich der Blutzuckerspiegel sehr schnell, weil diese ganz einfach und vor allem schnell in Glucose umgewandelt werden. Dementsprechend produziert die Bauchspeicheldrüse auch viel mehr Insulin. Dies führt gleichzeitig zu einem hohen Insulinspiegel im Blut und zu unangenehmen Heißhungerattacken. Noch schlimmer ist es, dass mit der Zeit eine sogenannte Insulinresistenz der Zellen entstehen kann, mit verheerenden Folgen wie Fettleber und Diabetes.

Bevorzugen Sie Kohlenhydrate aus frischem Obst und Gemüse zu sich zu nehmen!

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Nach Empfehlungen der DGE (Deutschen Gesellschaft für Ernährung) sollte man lieber die sogenannten komplexen Kohlenhydrate bevorzugen. Diese werden nämlich viel länger abgebaut und kommen auf diese Weise viel langsamer ins Blut. Sie verursachen keinen plötzlichen Blutzuckeranstieg und sind von daher auch keine Verursacher von Heißhunger. Die Bauchspeicheldrüse ist nicht überfordert, ständig Insulin zu produzieren und der Insulin- und Blutzuckerspiegel bleiben relativ konstant, was für eine angenehme Balance im ganzen Körper sorgt.

Glukagon – der Gegenspieler von Insulin

Das Hormon Glukagon wird ebenso in der Bauchspeicheldrüse produziert und anders als Insulin gilt es als das Fettlösehormon. Und wieso? Es fördert nämlich den gegensätzlichen Prozess der Freisetzung des Zuckers, der in der Leber gespeichert wurde, sowie auch des Lösens des Fettes aus den Zellen. Dieses steht dann wieder in Form von Energie dem Körper zur Verfügung. Also, man sollte anstatt von Insulin- lieber auf Glukagon-Ausschüttung achten. Durch die Aufnahme von Eiweiß gelingt dies am besten, denn Glukagon ist für die Eiweißverdauung im Körper verantwortlich.

Setzen Sie auf gesunde Nahrung mit ausreichend Eiweiß, Vitaminen und Mineralien!

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Natürlich ist das leider nicht alles, was zu einem perfekt ausgeglichenen Hormonhaushalt führt. Auch weitere Hormone spielen wichtige Rolle für unseren Kohlenhydratstoffwechsel und sind von daher verantwortlich fürs Übergewicht und weitere Unwohlsamkeiten. So kann der Blutzuckerspiegel ebenso ansteigen, wenn Cortisol, Adrenalin und einige Schilddrüsenhormone verrückt spielen. Im Grunde gilt es: man sollte die Balance finden. Hier bekommen Sie ein paar ganz nützliche Tipps, wie Sie dies erreichen können.

Fazit:

Der übermäßige Verzehr von kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln ist ungesund und führt in den meisten Fällen zu einer ungewollten Gewichtszunahme, vor allem dann, wenn es sich um einfache Kohlenhydrate handelt. Dadurch steigt nämlich der Blutzuckerspiegel zu schnell und führt zu hohen Mengen an ausgeschüttetem Insulin. Als Fettspeicherhormon verursacht Insulin die Bildung von immer mehr Fettpolstern im Körper, besonders im Bauchbereich. Experte raten deshalb, fast ausschließlich komplexe Kohlenhydrate zu sich zu nehmen und mehr eiweißhaltige Lebensmittel zu verzehren. Außerdem sollte man generell den eigenen Hormonhaushalt ins Gleichgewicht bringen, um das Wunschgewicht zu erreichen und es nachhaltig zu behalten.

Und hier einige der besten Lebensmittel in Richtung Wunschgewicht und Hormonbalance:

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