Junge Architektin recherchiert über den Museumswert der Brands

Angela Mercati / Oktober 16 2015

Architektin über whitney museum expo            Luxusbrands im modernen Museumsumfeld

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           Ein Projek der Architektin Violetta Shatova

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 Heutzutage setzen bekannte Unternehmen auf die Popularisierung und Weiterentwicklung der  eigenen Brands durch deren Ausstellung in Museumsgebäuden.

Solche Expositionen betonen nicht nur die historischen Aspekte der ausgestellten Produkte. Sie betonen ihre Images.

So wenden sich Luxusbrands den Museen zu. Die Letzteren erweisen sich als die neusten Marketingkanäle. Luxusbrands wie „Bulgari“, „Dior“, „Chanel“, „Alexander McQueen“

 „Ralph Lauren” und andere stellen ihre Produkte nicht nur in den Geschäften, sondern auch in den Museen aus.

Es beginnt eine neue Tendenz in der Modebranche- Museen stellen Mode aus

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Rob Frankel ist Brandingexperte im Beratungsunternehmen Frankel & Anderson in Los Angeles. Er behauptet Folgendes: „Durch das Ausstellen der Brands im Museumsumfeld rufen die Luxusfirmen auf einer unbewussten Ebene Assoziationen im Bewusstsein der Menschen hervor, dass der Brand zum Museum gehört und über Museumsqualität verfügt.“

Solche Expositionen sind wirklich erfolgreich. Nehmen wir die Ausstellung von „Alexander McQueen“ in Metropolitan Museum of Art (Met), New York als Beispiel. Sie kommt in die Liste der populärsten Museumsausstellungen seit 141 Jahren. Dazu gehören ebenfalls „Mona Lisa“, „Schatz des Tutanchamun“ und die Exponate von Picasso.

Der Modegigant Louis Vuitton gibt, wie oft  den Mode-Ton an 

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Diese Luxusbrands setzen auf umfangreichere Projekte. Sie engagieren bekannte Architekten, stellen sie ein, damit sie neue Häuser je nach den geschichtlichen Traditionen und Designkonzepten jeder Firma entwerfen. Sie schaffen somit ein Architekturumfeld, welches der hohen Qualität des Brandes entspricht.

Dieser Trend fing mit dem Ausstellen von Luxusautobrands in beeindruckenden Museumsgebäuden an. Er gewinnt immer mehr an Popularität.

Die italienische Modefirma „Max Mara“ ist Partner im Bauprojekt von „Whitney Museum of American Art“ in New York. Es wurde vom Architekten Renzo Piano entworfen.

Im Bois de Boulogne wurde das gleichnamige Museum errichtet

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Der Brand macht eine thematische Kollektion ums Museum herum, die sich „Architekturkleidung“ nennt.

Der Architekt entwirft für die Firma sogar eine Tasche. Inspiriert vom Gebäude als Inbegriff des „sauberen Designs und den vollkommenen Materialien“, gibt er die Fassade auf Leder wieder.

Der ganze Gewinn vom Verkauf der limitierten Serie (250 Taschen) wird Pianos Stiftung gespendet. Damit werden seine Kultur- und Bildungsprojekte gefördert.

Das französische Modehaus „LOUIS VUITTON“  hat vor Kurzem ein eigenes Museum in der Umgebung von Paris gebaut. Es wurde von Frank O. Gehry konzipiert. Seine bekannten, fast wie Skulpturen wirkenden Formen sind zum Leitfaden der Markenproduktion geworden.

Die zeitgenössische Architektur ist ein Projekt von Frank Gehry 

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Sie sind genauso beeindruckend wie die Architektur seiner Gebäude selbst.

Man sieht vor,  das Museum der  LOUIS VUITTON Stiftung wird zur neusten Sehenswürdigkeit in Paris. Die Eröffnung ist für Oktober 2015 geplant. Das Gebäude soll dem Anspruch der Stiftung gerecht werden, in einem „wesentlichen Werk der Architektur“ untergebracht zu sein. Es soll die Mission der „Förderung der Kunst und Bildung“  versinnbildlichen. Gehry hat man als den besten Architekten  für diese Mission bestimmt.

Glas- und Stahlplatten wollen die Segel einer großen Yacht darstellen

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Museum LOUIS VUITTON

Paris war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein führendes Kulturzentrum, ein Mittelpunkt für moderne Kunst. Die Stadt hat diesen Status längst nicht mehr. Diesen Ruf haben jetzt  New York und andere Städte erworben.

Bisher gab es jedoch auch keine so wesentlichen Privatinvestitionen in  Kulturinstitutionen.

Die privaten Museen in Frankreich sind relativ wenig.

Und so sehen die Baupläne des Louis Vuitton Museums aus

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Das  Museum LOUIS VUITTON hat es ohne schwerwiegende Einmischung der französischen Bürokratie geschafft, weiter zu existieren.

Das Projekt stellt eine Synthese zwischen purem Streben nach Kultur und Privatunternehmen dar. Es ist ein Museum der modernen Kunst und ein Kulturzentrum. Die Stadt hat bis jetzt noch nie eine so starke Verbindung zwischen Kulturansprüchen  und einem Privatunternehmen gezeigt.

Das Gebäude befindet sich am nördlichen Ende von Bois de Boulogne. Zwischen den Bäumen dieses großen Parks in Paris breitet das Gebäude ihre „Segel“ aus Glas aus. Die Fassadengestaltung ist komplett in Gehrys Stil.

Einige Ausstellungsstücke des Modehauses

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Die Hülle ist aus 3600 einmalig gebogenen Paneelen geschaffen. Sie erheben sich in Form von Yachtsegeln.

Für die Beschreibungen des Gebäudes wurden verschiedene Begriffe verwendet, darunter „Schiff“, „Wolke“ und „Eisberg, umhüllt von Wolke“. Laut der Architekten sind alle Begriffe angemessen. Das Gebäude kann als Eisberg auf Grund des großen Volumens innen bezeichnet werden. Wie Wolke sieht es wegen der Außengestaltung aus, die an ausgebreitete Segel erinnert.

In diesem Projekt dominiert das Glas als Material. Dies trug wesentlich zur Bewilligung des Baus vom Bürgermeister von Paris bei. Das Material war natürlich wichtig, denn das Gebäude befindet sich im Park.

Die Glasflügel des Museums in sommerlicher Dämmerung

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Die Exponate selbst können nicht auf Glaswände aufgehängt werden.

Unter den durchsichtigen skulpturalen Formen projiziert der Architekt Frank O. Gehry anderes Volumen mit geraden Formen. „Ich konnte neutrale Galerien schaffen, aber ich konnte gleichzeitig mich selber darstellen“ – sagt er. Beim Entwurf  des Gebäudes arbeitet er von innen nach außen. Der Bau stellt drei „aneinander gehäufte Boxen“ dar. Diese bringen Galerien, 3 Zirkulationstürme, Treppenhäuser und Aufzüge unter.

Der Zuschauerraum des Louis Vuitton Museums

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Farbenfroh, aber dezent gehalten. So kann man die Innengestaltung des Gebäudes beschreiben

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Diese Herangehensweise von innen nach außen ist charakteristisch für Gehry. Er wird noch mit seinen beeindruckenden Skulpturfiguren identifiziert. Wenn er etwas konzipiert, fängt er niemals gleich mit dem Projekt an. Er möchte sicher sein, dass das Gebäude auch seine Funktionen erfüllen kann. Danach arbeitet er frei am Volumen.

Glasformen kommen zugleich als Elemente der Fassadengestaltung und als Decke vor. Solche befinden sich über dem Foyer. Sie dienen auch als Dachterrassen.

Das Museum der Stiftung Vuitton ist die neuste sehnsewerte Sensation in Paris

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Das Gebäude verfügt über Galerien, ein Auditorium, sowie über die üblichen öffentlichen Räumlichkeiten, wie ein Café, Bücherei und eine große, zentral gelegene Lobby.

Der Zuschauerraum steht vor einem mehrstufigen Wasserfall.

Das Verglasen sorgt für natürliches Licht unten im Raum, welcher für die Modeausstellungen des Brands benutzt wird.

Das Konzept für viel Licht wird bei den Modenschauen der Marke begrüßt 

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Das „Whitney Museum“  bietet reichhaltige Ausstellungen an, die von einmaligen Kunstwerken bis zu exklusiven Taschen bekannter Brands reichen. Darunter findet man Produkte von „Max Mara“, „Audi“ und „Tiffany“. Sie sind im Museum ausgestellt, das an einen neuen Ort in New York versetzt wird.

Diese Brands werden ein Teil seiner Geschichte, denn Interessenten und Käufer strömen hinein, um das neue Gebäude zu besichtigen.

Im „Whitney Museum “ in New York erwarten uns weitere Luxusmarken 

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„Whitney Museum“ in New York

Architekt Renzo Piano, der das Museum konzipiert hat, hat Dutzende weitere Gebäude entworfen. Eins der stärksten Zeichen seiner Projekte ist die Verbesserung der Lebensqualität der Besucher durch reichlich eingerichtet öffentliche Räume.

Genauso wie in seinem Projekt „Centre Pompidou“ in Paris, sieht er hier einen großen Platz vor. Dieser nennt sich Piazza. Dort treffen sich die Menschen, vereinen sich, sprechen, tauschen Ideen aus. Dies bereichert das Stadtleben.

Das ganze junge Museum wurde bereits von zahlreichen Besuchern besichtigt

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Das  Whitney Museum wurde am 1. Mai 2015 offiziell eröffnet. In einem Interview sagt Renzo Piano, was seiner Ansicht nach den Hauptvorteil der neuen Lage des „Whitney Museums“ gegenüber der alten (Upper East Side) in New York darstellt. An dem neuen Ort gibt es genug Platz für die Fußgänger. Dort können Sie ruhig den Raum genießen. Man verschafft das Gefühl für Urbanismus und Offenheit.

Moderne Architektur, die genug Spielraum und Licht anbietet

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Er sagt: „Ich habe das Gefühl, dass ein öffentliches Gebäude, allgemein gesagt, besonders im Falle von Kulturgebäuden, doch auch bei allen öffentlichen Gebäuden wie Bibliotheken, Schulen und Universitäten – über diese Eigenschaft der Offenheit verfügen sollte. Denn das ist, was eine Stadt schöner  macht. Die Städte basieren sogar darauf. Die Städte sind keine Städte, wenn sie auf Gebäuden  basieren, die total den Boden beherrschen. Menschen unterhalten sich nicht auf den Straßen. Wenn Gebäude für öffentliche Nutzung gebaut werden, geschieht genau das Gegenteil. Es muss etwas geschaffen werden, was zur Straße spricht, und was das Gefühl für Kommunikation und Zugehörigkeit zur Gemeinde vermittelt“

Die zwischenmenschliche  Kommunikation ist teil des Architektur-Konzeptes 

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Das Gebäude verfügt über acht Geschosse. Es ist in blassen blau-brauen Stahlplatten verkleidet. Die Form ist stark asymmetrisch, verfügt über eine Terrassierung und verglaste, nach unten führende Wege. Das Museum ist zugänglich über den öffentlichen Raum „Largo“, der als eine Art Übergang zwischen der Straße und dem Museum selbst dient. Das ist ein öffentlicher Bereich mit Aussicht auf Hudson River und den Eingang von „High Line“. Der Zugang zu ihm ist übers Foyer beim Haupteingang, das zugleich als Ausstellungsraum dient. Es handelt sich um eine Galerie mit freiem Zugang.

Der Architekt Renzo Piano konzipiert Gebäuden, welche die Qualität des öffentlichen Lebens steigern

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Das dritte Niveau ist wie „Theater“ geformt, mit Aussicht von doppelter Höhe über Hudson River. Die fünfte Stufe bietet 1670 Quadratmeter Fläche ohne Säulen. Das macht es zum größten Museum mit einem offenen Bauplan in New York. Das Gebäude wird für vorübergehende Ausstellungen und das Präsentieren von recht großen Werken freigehalten.

Die Dauerkollektion ist auf zwei Geschossen ausgestellt. Sie treten im westlichen Teil zurück. Sie schließen an 1200 qm breite offene Terrassen an. Sie sind für das Ausstellen von Skulpturen gemeint.

Trotz seiner Größe, soll das Museum offen und zugänglich für Besucher wirken

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Nördlich des Hauptteils des Gebäudes, auf Stufen „drei“ bis „sieben“ sind Bürogebäude untergebracht worden. Dort gibt es weiterhin ein Bildungszentrum, Labore und Bibliothek mit Lesesälen. Da befindet sich auch ein multifunktionales Theater für Live-Auftritte, Film- und Videopräsentationen. Auf dem letzten Stock ist die „Studio“- Galerie (Bildungsraum) und ein Café, wo man  über ein natürliches Oberlichtkostruktion verfügt. Die Managementexperten sind sich darüber einig, dass die Zusammenarbeit von Luxusbrands mit Kulturinstitutionen deren Image stärken und verbessern. Die Assoziationen mit Kunstwerken und dem Museumsumfeld bestätigen den guten Ruf der Kulturikonen.

Innerhalb von 8 Stockwerken, finden Sie hier Gesellschaftliches, Kulturelles und Unterhaltsames

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Die neue Partnerschaft mit passenden Firmen hat auch einen positiven Einfluss aufs Museum als Institution gebracht. So können alle Beteiligten davon profitieren. Der Ort, an welchem die Werke der Luxusbrands ausgestellt werden, ist von grundlegender Bedeutung. Das, was die heutigen Museen bemerkenswert macht, ist nicht nur die Ausstellung drinnen, sondern auch die Architektur der Gebäude selbst.

Es ist sehr bewegend, wie Architekten die Bedürfnisse der Mode interpretieren

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Literaturhinweise:

 www.wikiarquitectura.com

www.greatbuildings.com

www.e-architect.co.uk

www.dezeen.com

www.archdaily.com

www.architizer.com

www.luxurydaily.com

www.vanityfair.com

www.independent.co.uk

www. cornichewatches.com

kontakt:  Violeta Shatova

mail:         [email protected]

web:          http://arch-shatova.weebly.com/

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