Motorschäden vorbeugen – wichtige Infos und Expertentipps

Augustine Schatzenberger / Juli 08 2019

Der Motor ist wohl das wichtigste und teuerste Aggregat eines jeden Fahrzeugs, weshalb er auch entsprechend behandelt werden sollte, um eine lange und geschmeidige Fahrt zu gewährleisten. Nachfolgend haben wir einige Tipps aufgeführt, wie man mit einigen einfachen Gewohnheiten einem frühzeitigen Motorschaden vorbeugen kann.

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Wie schont man seinen Motor?

Inspektionen der Verschleißteile in regelmäßigen Abständen helfen bei der Entdeckung von kleineren Fehlern am Motor, die sich andernfalls im Laufe der Zeit zu größeren Schäden entwickeln können. Warnungen diverser Instrumente sollten auch nie ignoriert werden, nur weil das Auto zu dem Zeitpunkt noch fahrtüchtig ist. Das kann sich beim Nichtbeachten der Warnzeichen sehr schnell ändern. Um die Schmierung zwischen den Bestandteilen des Motors zu sichern, ist es außerdem essentiell, dass das Motoröl regelmäßig ausgetauscht wird. Hier gibt es zwar die Faustregel, dass nach spätestens 40.000 km das Öl gewechselt werden sollte, allerdings ist ein Blick in das Handbuch des Fahrzeugs immer empfehlenswert, da der Hersteller am besten weiß, wann ein Wechsel angebracht ist.

Dennoch sollte der Ölstand jede 1.000 km getestet werden, um einschätzen zu können, wann die nächste Erneuerung sinnvoll ist. Nach zwei Jahren sollte außerdem die Kühlflüssigkeit gewechselt werden, da der Motor im Falle eines Mangels schnell überhitzt und Schäden davonträgt. Generell sollte die Temperatur des Motors immer im Auge behalten werden – liegt diese im Grenzbereich, muss der Motor sofort abgeschaltet werden, um zu vermeiden, dass er in Mitleidenschaft gezogen wird.

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Das richtige Fahrverhalten unterstützt die Langlebigkeit des Motors

Kaltstarts sind Gift für den Motor, weshalb er nach dem Start immer erst langsam warm gefahren werden sollte. Hohe Drehzahlen sollten in dieser Aufwärmphase unbedingt vermieden werden. Ratsam ist der häufige Blick auf die Temperaturanzeige, um den richtigen Moment für höhere Drehzahlen abzupassen. Hier sollte erwähnt werden, dass das Warmlaufen des Motors im Stand keine gute Idee ist. Erstens ist es laut der StVO verboten, da unnötige Lärm- und Abgasbelästigung vermieden werden soll, und zweitens ist es nicht sonderlich effektiv. Weitaus besser und umweltfreundlicher ist es, wenn man sofort mit niedriger Drehzahl losfährt.

Bei neuen Fahrzeugen bzw. Motoren ist hier besondere Vorsicht geboten, da diese über etwa 1.000 Kilometer eingefahren werden sollten, bevor sie überhaupt hohe Drehzahlen erreichen. Es soll den neuen Motor angeblich schonen, wenn man ihn in der Einlaufphase mehrere Stunden im Leerlauf betreibt. Jedoch ist das sehr gefährlich für den Motor, der davon tatsächlich Schaden nehmen kann, da beispielsweise die Ölpumpe nicht genug Druck erzeugt und das Öl dadurch die wichtigen Schmierstellen nicht erreicht.

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Turbomotoren sollten nach längerer Fahrt unter Volllast kurzzeitig im Leerlauf abgekühlt werden, da sie ansonsten sehr schnell lädiert werden können.

Ständige Kurzstrecken sollten ebenfalls gemieden werden, weil dadurch die Schmierfähigkeit des Motoröls beeinträchtigt wird. Viele Fahrzeughalter fahren ihr Auto auch fast leer, bevor sie tanken. Dadurch setzen sich die Schmutzpartikel, die sich am Boden des Tanks befinden, leichter im Treibstofffilter fest und können damit zu einer Verstopfung führen.

Hält man sich an all diese Tipps, kann der Motor durchaus weit über seine eigentliche durchschnittliche Laufzeit von 200.000 km verwendet werden. Darüber hinaus vermeidet man eine frühzeitige teure Reparatur oder gar einen Austausch des Motors.

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