IBM patentiert weltweit erste faltbare Smartwatch

Emma Wolf / Juli 10 2019

Heutzutage besteht die modernste Idee, mobile Geräte wie Smartphones zu verbessern, in der Verwendung neuester Faltbildschirmtechnologie. Benutzbarkeit und Funktionalitäten werden mit einem Bildschirm verbessert, dessen Größe sich verdoppeln kann, um erweiterte Multitasking-Funktionen zu ermöglichen. Gleichzeitig bleibt das Gerät relativ kompakt. Zwar verlief die erste Einführung von einem Smartphone mit zusammenklappbaren OLED-Bildschirmen nicht reibungslos, sprich Samsung Galaxy Fold. Die Technologie funktioniert schließlich, aber es sollte nicht lange dauern, bis jemand sie weiter verbessert. Nahezu alle Tech-Giganten nehmen bereits an dem hitzigen Wettbewerb teil. Jetzt macht auch IBM mit. Doch anstatt auf ein Smartphone konzentriert sich das US-amerikanische Unternehmen auf ein tragbares Gerät. Vor kurzem hat IBM nämlich die erste faltbare Smartwatch der Welt erfolgreich patentiert.

Ob diese Technologie in naher Zukunft Realität wird?

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Tech-Gigant IBM nimmt endlich am Kampf teil

Als eines der größten und ältesten Technologieunternehmen der Welt hat IBM in den letzten 26 Jahren mehr Patente erhalten als jedes andere Unternehmen, nämlich ganze 9.100 im Jahr 2018. IBM belohnt seine Mitarbeiter sogar dafür, dass sie „dumme“ Ideen patentieren.

Das neueste Patent trägt nun den Titel „Variable Display Size For An Electronic Display Device“ (Variable Displaygröße für ein elektronisches Anzeigegerät) und wurde am 11. Juni vergeben. Es zeigt zunächst eine rechteckige Smartwatch mit einem besonders dicken Gehäuse. Das liegt daran, dass das Gerät tatsächlich ein Fach mit sieben zusätzlichen 3×2-Zoll Displays enthält.

Wenn Benutzer vier dieser Displays ausfalten, wechselt das Gerät vom Smartwatch- in den Smartphone-Modus mit der entsprechenden Änderung in der Benutzeroberfläche. Symbole sind vergrößert und größere Bilder können angezeigt werden. Wenn die letzten vier Displays ausgeklappt sind und alle acht zur Verwendung kommen, wechselt das Gerät in einen 12×8-Zoll Tablet-Modus. Die Nähte auf den Displays sollen minimal sein. Die Smartwatch verfügt über mindestens einen Lautsprecher und ist mit Maus und Tastatur kompatibel.

Die Smartwatch ist dicker als gewohnt, doch es gibt einen guten Grund dafür

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Die neue Technologie im Smartphone-Modus

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So ein riesiges Bildschirm würde sicherlich merkwürdig aufs Handgelenk aussehen

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IBM hat die Idee patentiert, allerdings noch keinen Prototyp vorgestellt

Obwohl IBM heute in der Öffentlichkeit vor allem für seine PCs bekannt ist, hat das Unternehmen bereits große Erfahrungen in der Welt der Smartphones und Smartwatches gemacht. Immerhin hat es das weltweit erste Touchscreen-Telefon erst 1992 auf den Markt gebracht. Noch heute gilt das Retro Gerät immer noch als das erste Smartphone. Im Jahr 2000 präsentierte IBM außerdem seinen ersten Smartwatch-Prototyp, der unter Linux lief, einen Touchscreen, Fingerabdrucksensor und Kalender hatte.

IBM´s Simon Personal Communicator aus 1992 gilt als das erste Smartphone

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Der Watchpad 1.5 Prototyp aus 2000

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Es sollte also nicht überraschen, dass IBM einen Versuch auf dem jungen Markt der flexiblen Smart-Geräte unternehmen will. Ob das Unternehmen tatsächlich vorhat, eine faltbare Smartwatch auf den Markt zu bringen, bleibt abzuwarten. Möglicherweise möchte IBM die Technologie lieber an anderen Interessierten weiterverkaufen.

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